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Konsultation des IPSASB zur künftigen Strategie und Standardsetzung

  • IPSASB Image

01.04.2014

Der Rat für internationale Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor (International Public Sector Accounting Standards Board, IPSASB) hat ein Konsultationsdokument zur seiner Strategie und seinem Arbeitsprogramm für den Zeitraum 2015-2019 veröffentlicht.

In dem Dokument werden eine Reihe von Faktoren genannt, die Auswirkungen auf die künftige Ausrichtung des IPSASB haben können. Dazu gehören ein stärkeres Interesse an der Verwaltung öffentlicher Finanzen im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise, ein zunehmendes Interesse an den Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor (International Public Sector Accounting Standards, IPSAS) und die Erwartung, die Arbeit am Rahmenkonzept für den öffentlichen Sektor abschließen zu können, sodass bedeutende Ressourcen frei werden, die anderweitig eingesetzt werden können. Entscheidend für die zukünftige Ausrichtung des IPSASB wird vor allem aber auch das Ergebnis der Überprüfung der Governance- und Aufsichtsstrukturen des IPSASB sein, das Ende 2014 erwartet wird.

In dem Papier wird auch auf die Herausforderungen eingegangen, denen sich der IPSASB im Vergleich mit dem IASB insbesondere in Bezug auf Ressourcen ausgesetzt sieht:

Der IPSASB beobachtet weiterhin die Verlautbarungen des IASB mit dem Ziel, die Konvergenz zu erhalten. Da jedoch der IASB aus Vollzeit bezahlten Mitgliedern besteht und er über deutlich höhere Personalressourcen verfügt, ist es schwer, mit ihm Schritt zu halten. Es hat auch immer wieder Aufforderungen gegeben, Mechanismen einzuführen, die es ermöglichen, dringenden oder aufkommende Rechnungslegungsfragen zu adressieren und Interpretationen zu den IPSAS zur Verfügung zu stellen. Dies würde eine deutliche Erhöhung des Personalstands erfordern.

Aus der gegenwärtigen Lage heraus ergeben sich für den IPSASB folgende Vorschläge für die künftige Strategie und das künftige Arbeitsprogramm:

Strategische Zielsetzung

In dem Konsultationsdokument wird das Ziel vorgeschlagen, die öffentliche Finanzverwaltung und die entsprechenden Kenntnisse durch eine verstärkte Übernahme der IPSAS mit ihrer periodengerechten Abgrenzung zu stärken, wobei die Entwicklung hochwertiger Standards, einschlägiger Publikationen und die Bewerbung der IPSAS und ihrer Vorzüge unterstützen sollen.

Insgesamt möchte der IPSASB dadurch zwei Dinge erreichen:
  • Verbesserte Möglichkeit für Unternehmen des öffentlichen Sektors, die wirtschaftliche Realität in Bezug auf ihre Finanzen abzubilden und so das Verständnis der involvierten parteien dafür zu erhöhen, und
  • größere Bekanntheit der IPSAS und besseres Verständnis ihrer Vorzüge für die Verwaltung öffentlicher Finanzen, was zu einer stärkeren Übernahme führen sollte.

Arbeitsprogramm 2015-2019

Im Konsultationspapier werden eine Reihe von möglichen Projekten aufgeführt, zu denen um Stellungnahme gebeten wird. Sie sind in vier größere Kategorien unterteilt:

  • Für den öffentlichen Sektor spezifische Projekte. Dazu gehören biologische Vermögenswerte, kulturelles Erbe, Infrastruktur, Bewertungsfragen im öffentlichen Sektor, militärische Vermögenswerte, natürliche Ressourcen, Aufwendungen ohne Gegenleistung, Rolle der Regierung als Eigentümer und nicht als Regierung, Auswirkungen von Staatsmacht auf die Finanzberichterstattung sowie Treuhandvermögen.
  • Pflege der bestehenden IPSAS. Dazu gehören Arbeiten in Bezug auf Fremdkapitalkosten, Fertigungsaufträge, Angaben zum allgemeinen Regierungssektor, Leistungen an Arbeitnehmer, Erlöse ohne Gegenleistung, Darstellung des Abschlusses, Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, Erlöserfassung sowie Segmentberichterstattung.
  • Konvergenz mit den IFRS. Dies betrifft Rohstoffindustrien, Versicherungsverträge, zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche sowie preisregulierte Geschäftsvorfälle.
  • Sonstige mögliche Projekte. Gestufte Berichterstattung, integrierte Berichterstattung sowie Zwischenberichterstattung.

Es wird in dem Papier darauf hingewiesen, dass einige der bestehenden Projekte des IPSASB auch bis in die Periode 2015-2019 fortdauern werden. Dazu gehören Zusammenschlüsse im öffentlichen Sektor, Geschäftstätigkeiten des öffentlichen Sektors, Finanzinstrumente (Aktualisierung der bestehenden Verlautbarungen in Anlehnung der Arbeiten des IASB zu IFRS 9 Finanzinstrumente und eigenständige Erwägung von Finanzinstrumenten im öffentlichen Sektor), Zusammenwirken von IPSAS und staatlicher Finanzstatistik, Emissionshandelsprogramme sowie Sozialleistungen.

Bei den laufenden Projekten wird insbesondere auch nach den IPSAS für die Rechnungslegung auf Grundlage der Kameralistik gefragt. Der IPSASB stellt hier drei Möglichkeiten zur Diskussion:

  • Beibehaltung des Projekts und Entwicklung weiterer IPSAS in diesem Bereich;
  • Aufgabe des Projekts aber Aufrechterhaltung der bestehenden Standards;
  • Aufgabe des Projekts und Zurückziehung der bestehenden Standards.

Zu dem Konsultationspapier kann bis zum 31. Juli 2014 Stellungngenommen werden. Eine endgültige Strategie und ein endgültiges Arbeitsprogramm für 2015-2019 sollen auf der IPSASB-Sitzung im Dezember 2014 verabschiedet werden.

Auf der Intrnetseite des IPSASB stehen Ihnen folgende weiterführende Informationen in englischer Sprache zur Verfügung:

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