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Studie zum Einfluss von kulturellem Hintergrund und Übersetzung auf die Interpretation der IFRS

  • Buch - Forschung und Lehre Image

24.11.2015

Der australische Standradsetzer Australian Accounting Standards Board (AASB) und der koreanische Standardsetzer Korea Accounting Standards Board (KASB) werden bei der siebten Jahrestag der AOSSG und bei der nächsten ASAF-Sitzung im Dezember über ein gemeinsames Forschungsprojekt zur IFRS-Anwendung berichten. Im Rahmen des Projekts wird untersucht, wie kultureller Hintergrund und Übersetzung die Interpretation von Ausdrücken beeinflussen, die in den IFRS verwendet werden.

Dem Projekt liegen die verschiedenen Ausdrücke für 'Wahrscheinlichkeit' zugrunde, die in den IFRS verwendet werden. Mit ihrer Hilfe werden die Einflüsse von kulturellem Hintergrund und Übersetzung nachvollzogen. Die wesentlichen Ergebnisse, zu denen man bisher gelangt ist, sind die folgenden:

  • Es gibt Unterschiede bei der Interpretation der Ausdrücke zwischen australischen und koreanischen Rechnungslegern und Prüfern - sowohl innerhalb eines bestimmten Kontexts als auch außerhalb.
  • Einige Ausdrücke werden in unterschiedlichen Kontexten unterschiedlich interpretiert.
  • Einige Ausdrücke werden nicht unterschiedlich interpretiert.
  • Einige Ausdrücke, die von koreanischen Rechnungslegern und Prüfern je nach Sprache unterschiedlich interpretiert werden, legen nahe, dass es Übersetzungsprobleme gibt, die adressiert werden sollten.
  • Einige Ausdrücke können gar nicht ins Koreanische übersetzt werden oder werden mit einem einzigen Ausdruck übersetzt, auch wenn der IASB unterschiedliche Ausdrücke verwendet.

Auf Grundlage dieser Ergebnisse, sprechen die beiden Standardsetzer einige Empfehlungen aus, die sich wie folgt auf den IASB beziehen lassen:

  • Der IASB sollte genau berücksichtigen, wie bestimmte Ausdrücke in verschiedenen Rechtskreisen interpretiert und übersetzt werden, wenn er einen Standard entwickelt.
  • Der IASB sollte die Anzahl der unterschiedlichen Ausdrücke in den IFRS begrenzen und sollte erwägen, einen bestimmten Satz von Ausdrücken zu entwickeln, von dem nur in Ausnahmefällen abgewichen werden kann.
  • Wenn ein Satz 'akzeptierter' Ausdrücke entwickelt wird, sollte der Entwicklungsprozess auch die Konsultation spezialisierter Linguisten beinhalten, die mit den IFRS vertraut sind.
  • Im Rahmen von Einbindungsveranstaltungen und Konsultationsprozessen sollte explizit versucht werden, Rückmeldungen zu Übersetzung und Interpretation in verschiedenen Rechtskreisen zu erhalten.

Wie bereits früher berichtet, sind Übersetzungsfragen ein wiederkehrendes Motiv im Zusammenhang mit der Anwendung der IFRS weltweit. 2011 hat das Instituts der Wirtschaftsprüfer von Schottland (Institute of Chartered Accountants of Scotland, ICAS) ein Studie veröffentlicht, in der die Verfasserinnen zu der Schlussfolgerung gelangten, dass Übersetzung nicht unmöglich ist, während exakte Äquivalenz nicht erreicht werden kann - einer Tatsache, der sich Standardsetzer und Regulierer bewusst sein müssten.

Die Studie von AASB und KASB ist mit ihren vorläufigen Ergebnissen auf der Internetseite des IASB verfügbar.

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