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ANC trägt zur Debatte zum Einfluss von kulturellem Hintergrund und Übersetzung auf die Interpretation der IFRS bei

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18.06.2016

Wie bereits berichtet betreiben der australische Standardsetzer Australian Accounting Standards Board (AASB) und der koreanische Standardsetzer Korea Accounting Standards Board (KASB) ein gemeinsames Forschungsprojekt, in dessen Rahmen untersucht wird, wie kultureller Hintergrund und Übersetzung die Interpretation von Ausdrücken beeinflussen, die in den IFRS verwendet werden.

Im Projekt werden die verschiedenen Ausdrücke für 'Wahrscheinlichkeit' untersucht, die in den IFRS verwendet werden, um die Einflüsse von kulturellem Hintergrund und Übersetzung nachzuvollziehen. Die wesentlichen Ergebnisse, zu denen man bisher gelangt ist, sind, dass Übersetzungsaspekte durchaus Auswirkungen auf Ermessensentscheidungen im Rahmen der Rechnungslegung haben können und dass der IASB genau berücksichtigen sollte, wie bestimmte Ausdrücke in verschiedenen Rechtskreisen interpretiert und übersetzt werden, wenn er einen Standard entwickelt.

In seinem Beitrag des ANC zu den Fragen, die von KASB und AASB in ihrem gemeinsamen Forschungsprojekt erhoben werden stimmt der französische Standardsetzer den Ergebnisses zu und weist auch darauf hin, dass Übersetzung sich nicht nur auf Übertragungen zwischen Sprachen bezieht, sondern auch auf das Verständnis bestimmter Ausdrücke zwischen Kulturen, die scheinbar die gleiche Sprache verwenden. Der ANC weitet diese Anmerkung auch auf Rechtskreise aus, in denen die IFRS im englischen Original verwendet werden, obwohl diese nicht die Landessprache ist (bspw. weil Mittel oder Prozesse für die Übersetzung nicht zur Verfügung stehen oder weil man es für einfacher hält, mit den Standards in der Sprache zu arbeiten, in der sie gesetzt wurden). Dieses Argument würde selbst dann gelten, wenn die IFRS in relativ einfachem Englisch verfasst wären.

In einem allgemeineren und eher philosophischen Teil am Ende des Beitrags, in dem der ANC auf Quellen von Herodot über Wilhelm von Humboldt bis zur Verfassung der Vereinten Nationen zurückgreift, wendet sich der ANC kultureller Identität zu, die nicht nur von Sprache, sondern auch von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, religiöser, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Besitz, Stellung oder sonstigem Status bestimmt wird und hält fest, dass diese Aspekte nicht nur bestimmen, wie Sprache verstanden wird, sondern dass sogar Gedanken und Denkweise in bestimmter Weise auch davon beeinflusst werden, wie Sprache verwendet wird.

Der ANC gibt der festen Überzeugung Ausdruck, dass eine der wesentlichen Fragen, die der IASB berücksichtigen muss, wenn er sicherstellen will, dass die IFRS weltweit einheitlich umgesetzt werden, diejenige ist, wie er mit interkulturellen Differenzen umgeht. Der ANC schließt:

In einem Kontext, in dem der IASB und die IFRS-Stiftung einen einzigen Satz von IFRS-Standards entwickelt, die weltweit angewendet werden sollen, ist der ANC der Meinung, dass die größte Schwierigkeit darin liegt, Prinzipien und Standards herauszugeben, die einheitlich verstanden und umgesetzt werden. Um dies zu erreichen, sollte der IASB sich auf einen Prozess verlassen, bei dem die zugrundliegende Bedürfnisse und Beschränkungen kultureller Identitäten anerkannt und berücksichtigt werden. Unserer Meinung nach und in der Praxis sollte die Verzerrung, die sich aus den kulturellen Unterschieden zwischen den verschiedenen Bestandteilen des Anwenderkreises der IFRS-Stiftung ergibt, antizipiert und integriert [... und ...] von Anfang an und auf allen Ebenen berücksichtigt werden: auf Forschungsebene, auf Ebene des Stabs (bei der Erarbeitung von Agendapapieren, Entwürfen und Standards), bei Sitzungen des Boards und des IFRS Interpretations Committe.

Sie können sich den englischsprachigen Beitrag direkt von der Internetseite des ANC herunterladen.

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