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IASB-Vorsitzender spricht über den IASB und die allgemeinere Unternehmensberichterstattung

  • IASB - Rede Image

18.09.2017

Bei der Veranstaltung von Accountancy Europe 'Shaping the future of corporate reporting', die heute in Brüssel stattfindet, sprach der IASB-Vorsitzende Hans Hoogervorst über die Relevanz der Finanzberichterstattung in einer Welt, in der Unternehmen immer mehr nicht finanzielle Informationen zur Verfügung stellen und eine immer größere Gruppe von Adressaten als nur Anleger erreichen wollen

Die Überschrift, die Hoogervorst über den ersten Teil seiner Rede setzte war: "Den Kopf behalten und weitermachen". Er erklärte, dass er keinerlei Bedenken hege, dass die Relevanz der Finanzberichterstattung bedroht sei. Abschlüsse seien primär rückwärts gerichtet und böten daher immer eine wichtige Überprüfung der Realität. Und er wies auch darauf hin, dass in dem Maß wie die Menge der Informationen zunähme auch das Maß der notwendigen Vergleichbarkeit, Standardisierung und Qualitätskontrolle zunehme.

Allerdings erkannte Hoogervorst auch an, dass die Zeiten sich änderten und jeder sich anpassen müsse - auch der IASB. In diesem Zusammenhang ging er auf zwei Aspekte der Arbeit des IASB ein. Zum einen betonte er die Bemühungen des IASB in Bezug auf bessere Kommunikation in der Finanzberichterstattung. Er verwies auf einige Projekte und Initiativen, die Teil der Bemühungen sind, und hielt außerdem fest, dass der IASB ggf. mehr Leitlinien entwickeln müsse, wie Erstellern ihren Abschlüssen einen Kontext geben können. Zum anderen verwies Hoogervorst auf das IFRS-Leitliniendokument zur Lageberichterstattung und ging sogar so weit, dieses einen "frühen Vorstoß des IASB in die integrierte Berichterstattung" zu nennen. Da sich jedoch die Zeiten weiterentwickelten überlege der IASB derzeit, ein Projekt aufzunehmen, in dessen Rahmen das Leitliniendokument aktualisiert würde.

Als letzten Aspekt ging Hoogervorst auf die Berichterstattung über Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsaspekte (Environmental, Social, Governance, ESG) und die Frage ein, ob der IASB in diesem Bereich aktiver werden sollte. Er verwies darauf, dass der Adressatenkreis der Nachhaltigkeitsberichterstattung größer ist als der der Finanzberichterstattung und dass der größte Teil der Nachhaltigkeitsberichterstattung auf die externen Auswirkungen der Leistung eines Unternehmens ausgerichtet ist. Hoogervorst sagte, dass seiner Meinung nach der IASB nicht über die Expertise verfüge, Standardsetzer in diesem Bereich zu werden, und dass eine Ausweitung des Adressatenkreises und des Umfangs der Arbeit der Boards wahrscheinlich zu einem Verlust an Fokus und Identität führen würde. Er hielt fest:

Wenn wir mehr Klarheit in der ziemlich chaotischen Welt der allgemeineren Unternehmensberichterstattung schaffen wollen, müssen wir alle klar definieren, was unsere Verantwortlichkeiten und Kompetenzen sind. Wenn wir alle versuchen, alles zu machen, ist das wahrscheinlichste Ergebnis, dass nichts ordentlich gemacht wird.

Hoogervorst ließ es jedoch nicht einfach darauf beruhen. Er wendete sich auch der Frage zu, wer die Verantwortung für die Harmonisierung der ESG-Vorschriften und für das Verhindern von Überfrachtung zuständig sein sollte. Seine Argumentation war, dass öffentliche Behörden am besten geeignet wären, für Harmonisierung zu sorgen, weil so viele Aspekte der ESG-Berichterstattung sich mit Aspekten des öffentlichen Interesses überschneiden.

Den vollständigen Redetext in englischer Sprache finden Sie auf der Internetseite des IASB.

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