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AcSB veröffentlicht Entwurf eines Rahmenkonzepts für Erfolgskennzahlen

  • AcSB Image

14.06.2018

Um die Relevanz von Finanzinformationen zu erhöhen, hat der kanadische Standardsetzer Accounting Standards Board (AcSB) ein Rahmenkonzept entwickelt, mit dem auf die Bedürfnisse der Adressatengruppen in Bezug auf von Unternehmen berichteten Erfolgskennzahlen eingegangen werden soll. Das Rahmenkonzept zielt darauf ab, die Entscheidungsnützlichkeit und Transparenz von Erfolgskennzahlen für die Adressaten zu erhöhen, wenn sich die Unternehmensleitung dafür entscheidet, diese außerhalb des Abschlusses zu berichten.

In das Rahmenkonzept einführend, weist der AcSB auf Bedenken hin, die häufig im Zusammenhang mit Erfolgskennzahlen genannt werden: (1) die Qualität der berichteten Erfolgskennzahlen; (2) der Mangel an Konsistenz, Transparenz und Vergleichbarkeit der von Periode zu Periode berichteten Erfolgskennzahlen; (3) die "Erwartungslücke" in Bezug auf die Governance-Praktiken der Unternehmen hinsichtlich der Entwicklung und Berichterstattung von Erfolgskennzahlen und der Frage, ob diese Kennzahlen geprüft werden; und (4) der Mangel an Leitlinien für die Entwicklung und Berichterstattung von Erfolgskennzahlen, die normalerweise keiner Prüfung unterliegen. Das Rahmenkonzept soll daher als Orientierungshilfe für folgende Gruppen dienen:

  • die Unternehmensleitung bei der Entwicklung von Erfolgskennzahlen und der Beurteilung, wie sie wirksam finanzielle und nichtfinanzielle Erfolgskennzahlen berichten kann;
  • Vorstand, Aufsichtsrat und andere Parteien bei der Wahrnehmung ihrer Verantwortung in Bezug auf die Beurteilung der Prozesse und der Berichterstattung über die Erfolgskennzahlen durch die Unternehmensleitung; und
  • Investoren, Kreditgeber, Gläubiger und andere Parteien, die Ressourcen zur Verfügung stellen, in ihren Erwartungen und der Beurteilung der Einhaltung des Rahmenkonzepts als Teil der Beschaffung der benötigten Informationen.

Das Rahmenkonzept ist für börsennotierte Unternehmen, gemeinnützige Organisationen, Privatunternehmen und Pensionspläne bestimmt und kann auf finanzielle, nichtfinanzielle oder betriebliche Erfolgskennzahlen angewendet werden, die getrennt von einem nach Rechnungslegungsgrundsätzen erstellten Abschluss (einschließlich Anhangangaben) ausgewiesen werden und nicht Teil eines solchen sind. Es ist nicht für finanzielle Erfolgskennzahlen bestimmt, die in Übereinstimmung mit Rechnungslegungsgrundsätzen berichtet werden.

Im Rahmenkonzept wird festgehalten, dass eine qualitativ hochwertige Erfolgskennzahl dadurch gekennzeichnet ist, dass sie relevant ist und den realisierten Wert oder die Fähigkeit zur Wertschöpfung (einschließlich Vollständigkeit, Neutralität und Freiheit von wesentlichen Fehlern) getreu abbildet. Konsistenz, Vergleichbarkeit, Überprüfbarkeit, Zeitnähe und Verständlichkeit erhöhen den Entscheidungsnutzen einer Kennzahl zusätzlich. Eine Erfolgskennzahl und Informationen, die darüber berichtet werden, wären wesentlich, wenn eine falsche Angabe die Entscheidungen beeinflussen könnte, die Adressaten auf der Grundlage dieser Informationen über das Unternehmen treffen. Das Rahmenkonzept enthält auch einen Hinweis auf eine Kosten-Nutzen-Beschränkung.

Kernstück des Rahmenkonzepts ist ein Modell zur Entwicklung und Berichterstattung einer Erfolgskennzahl. Es wird als ein Fundament mit vier Säulen und einem Dach visualisiert, wobei das Fundament darin besteht, dass das Unternehmen seine Strategien, Absichten und Ziele prüft, um die wichtigsten Aktivitäten zu identifizieren, die es unternommen hat und unternehmen wird, um kurz- und langfristig Werte zu schöpfen. Daraus ergibt sich die Entscheidung, welche Informationen das Unternehmen zusätzlich zu den im Jahresabschluss ausgewiesenen Informationen extern berichten möchte. Auf diesem Fundament werden die Säulen errichtet:

  • Säule 1 – Auswahl einer relevanten Erfolgskennzahl, die eine getreue Abbildung gewährt
  • Säule 2 – Beurteilung der Wesentlichkeit und des Kosten-Nutzen-Verhältnisses unter Berücksichtigung der Art und Größe des Unternehmens und der Komplexität seiner Tätigkeiten
  • Säule 3 – Entwicklung von Richtlinien, Kontrollen und Verfahren, um Konsistenz, Vergleichbarkeit, Verifizierbarkeit, Zeitnähe und Verständlichkeit zu gewährleisten
  • Säule 4 – Verstärkung durch Governance-Praktiken

Das Dach und der letzte Schritt im Prozess ist eine wirksame Kommunikation. Im Rahmenkonzept wird festgehalten, dass eine Erfolgskennzahl verständlich ist, wenn Informationen über sie klar und prägnant beschrieben und berichtet werden und eine transparente Angabe die Informationen liefert, die ein Adressat benötigt, um die Erfolgskennzahl zu verstehen.

Der Entwurf des Rahmenkonzept, der auch drei Anhänge mit Verweisen und Ressourcen, einem Überblick über das Rahmenkonzept sowie Überlegungen zu Angaben bietet, ist auf der Internetseite des AcSB verfügbar. Er wird durch eine kurze Befragung zu von Unternehmen berichteten Erfolgskennzahlen ergänzt. Stellungnahmen werden bis zum 1. Oktober 2018 erbeten.

Der AcSB bietet außerdem auf YouTube ein 18-minütiges Video an, in dem die AcSB-Vorsitzende Linda Mezon in den Entwurf des Rahmenkonzepts einführt.

Des Weiteren bietet der AcSB Feedback-Gespräche sowohl persönlich in ganz Kanada als auch virtuell im August und September an. Weitere Informationen finden Sie hier.

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