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ECON-Meinungsaustausch mit EFRAG von IFRS 17 bestimmt

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17.05.2018

Des Ausschuss für Wirtschaft und Währung des EU-Parlaments (ECON) begrüßte heute Vertreter der Europäischen Beratungsgruppe zur Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) zu einer Anhörung, die stattfand, während EFRAG an ihrem Entwurf einer Übernahmeempfehlung zu IFRS 17 'Versicherungsverträge' und ECON an einem Entschließungsentwurf arbeitet.

Nach einer kurzen Einführung durch EFRAG-Präsident Jean-Paul Gauzès, der die derzeitigen Bemühungen von EFRAG im Zusammenhang mit der Entwicklung des Entwurfs einer Übernahmeempfehlung (erwartet voraussichtlich im September 2018, mit einer endgültigen Übernahmeempfehlung voraussichtlich im Dezember 2018) hervorhob und Fallstudien, strukturierte Interviews, unabhängige Untersuchungen und Hintergrundpapiere aufführte, stellten die Parlamentarier eine Reihe von Fragen.

  • Inhalt des Standards. Es wurde allgemein anerkannt, dass der Standard die Bilanzierung von Versicherungsverträgen deutlich verbessert; inhaltliche Fragen bezogen sich eher auf Detailaspekte. Eine Frage galt zum Beispiel dem Aggregationsniveau und ob eine starke Aggregation zu einem Informationsverlust führen würde; eine andere war, ob Bankenversicherer ein Problem mit der Kompatibilität von IFRS 9 und IFRS 17 haben. Das Aggregationsniveau wurde als eine Frage anerkannt, bei der ein Kompromiss erreicht werden muss; die Bankenversicherer waren aussagegemäß damit zufrieden, die Anwendung von IFRS 9 auf 2021 verschieben zu können.
  • Komplexität und Kosten. Es bestand außerdem Einigkeit darüber, dass der Standard komplex ist (ein Parlamentarier behauptete gar, dass IFRS 17 für Versicherer komplexer sei als IFRS 9 für Banken) und dass die Kosten für seine Umsetzung erheblich sein werden. In diesem Zusammenhang kam die Frage auf, ob die Umsetzung des Standards bis 2021 machbar ist. Hinsichtlich der Komplexität und der daraus resultierenden Kosten teilten die Vertreter der EFRAG die Besorgnis und erklärten, dass sie sich eingehend mit der Frage und dem Gleichgewicht zwischen den Kosten (vor allem für die Versicherer) und dem Nutzen (vor allem für die Investoren) befassen würden. Sie warnten, dass dies dazu führen könnte, dass quantitative Informationen mit qualitativen Informationen verglichen werden müssten. Das Umsetzungsdatum 2021 wurde als Punkt zunehmender Diskussion anerkannt, obwohl 3,5 Jahre als großzügig angesehen wurden und obwohl viele Versicherer signalisieren, dass sie rechtzeitig bereit sein werden.
  • Auswirkungen. Es wurde gefragt, ob die Einführung von IFRS 17 zu Änderungen bei Versicherungsprodukten und -preisen führen würde. Es wurde auch festgestellt, dass die Vereinigten Staaten die IFRS nicht anwenden und daher IFRS 17 nicht übernehmen würden - würde dies ein Problem darstellen? Die Vertreter von EFRAG antworteten, dass die Versicherer bisher signalisiert hätten, dass sich Produkte und Preise durch die Anwendung von IFRS 17 nicht ändern würden. Sie stellten auch fest, dass die Vereinigten Staaten zwar nicht die IFRS anwenden, sie arbeiteten aber an einem Versicherungsprojekt, das in einigen wichtigen Aspekten "in die gleiche Richtung weise". EFRAG würde die Auswirkungen auf den Wettbewerb genau prüfen.
  • Allgemein. Die Vertreter von EFRAG wurden gefragt, wie viele Versicherer die Anwendung von IFRS 9 auf 2021 verschoben haben. Der EFRAG-Präsident stellte fest, dass er noch keine Zahlen habe, er erwarte aber "in den nächsten Wochen" weitere Informationen. Es wurde auch gefragt, in welchen Rechtskreisen der größte Widerstand gegen IFRS 17 bestehe. Auch hier gab der EFRAG-Präsident keine direkte Antwort, sondern teilte mit den Parlamentarier einige private Einschätzungen zu den verschiedenen nationalen Charakteren. Dabei machte er drei Gruppen von Ländern aus: diejenigen, die mit allgemeinen Regeln zufrieden sind, diejenigen, die "wortbesessen" sind, und diejenigen, die zuerst murren, aber dann einfach das anwenden, was beschlossen wurde.

Eine Aufzeichnung der Sitzung steht auf der Internetseite von ECON zur Verfügung (deutsche Übersetzung kann angewählt werden). Bitte beachten Sie, dass die Aufnahme den ganzen Vormittag umfasst und auch andere Themen besprochen werden. Der Meinungsaustausch mit EFRAG beginnt ca. 1 Stunde und 50 Minuten nach Beginn der Aufzeichnung.

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