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IASB-Vorsitzender spricht über Nachhaltigkeitsberichterstattung

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02.04.2019

In einer weitgreifenden Rede spach der IASB-Vorsitzende Hans Hoogervorst zuerst über den Klimawandel, dann über die Rolle des IASB innerhalb der Nachhaltigkeitsberichterstattung und zuletzt über die Grenzen der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Hoogervorst begann seine Rede mit dem etwas überraschenden Eingeständnis, dass auch er selbst anfänglich ein Klimawandelskeptiker gewesen sei. Inzwischen betrachte er den Klimawandel aber als ein Versagen des Marktes. In einer idealen Welt gebe es überhaupt keinen Bedarf für Nachhaltigkeitsberichterstattung, weil klimaschädliches Verhalten drastisch besteuert würde und Finanzberichterstattung gleich einer Nachhaltigkeitsberichterstattung sein würde. 

In unserer nicht idealen Welt sei allerdings Nachhaltigkeitsberichterstattung erforderlich, und es gebe zwei große Stränge. Zum einen gäbe es die Form der Berichterstattung, die Verhaltensänderung bewirken wolle, indem Unternehmen gezwungen werden, darüber zu berichten, wie sie zu einer besseren (oder schlechteren) Welt beitragen. Das Zielpublikum dieser Berichterstattung sei die Welt als Ganzes. Zum anderen gäbe es die Nachhaltigkeitsberichterstattung, die die Anleger als Publikum hat. In diesem Fall gehe es um präfinanzielle Informationen, die aber irgendwann finanzielle Auswirkungen haben. Hoogervorst nannte in diesem Zusammenhang die Arbeit der TCFD als Beispiel.

Auf die Rolle eingehend, die der IASB in diesem Umfeld spielen könne, hielt Hoogervorst wie zuvor auch schon fest, dass der IASB hier nicht in der ersten Reihe mitspielen könne, weil ihm die entsprechende Expertise fehle und weil es eh schon (mehr als) genug Standardsetzer in diesem Bereich gebe.

Dennoch verwies er auf jüngste Arbeiten des australischen Standardsetzers AASB, der der Frage nachgegangen ist, wann klimabezogene Informationen wesentlich sind, sowie auf die Arbeiten des IASB zur Überarbeitung des Leitliniendokuments zur Lageberichterstattung. Seit das Leitliniendokument 2010 veröffentlicht wurde, habe sich viel in dem Bereich getan. Er hielt fest:

Das überarbeitete Leitliniendokument wird sich weiterhin in erster Linie auf den breiteren Finanzinformationsbedarf der Anleger konzentrieren. Wir möchten, dass Unternehmen darüber berichten, was ihnen strategisch wichtig ist, einschließlich der Frage, wie die Vergütungspolitik mit ihren langfristigen Zielen übereinstimmt. Der Schwerpunkt wird verstärkt auf immaterielle Vermögenswerte gelegt. Und natürlich müssen Unternehmen sagen, wie sich Nachhaltigkeitsthemen, einschließlich des Klimawandels, auf ihr Geschäft auswirken können, wenn diese Auswirkungen wesentlich sind.

Abschließend machte Hoogervorst einige allgemeine Anmerkungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. So gebe es einfach zu viele Standards und Initiativen in der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Eine Vereinfachung und Angleichung sei dringend erforderlich. Man sollte außerdem keine erhöhten Erwartungen in Bezug auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung und ihre Rolle als Antreiber von Änderungen hegen - die Berichterstattung über Vorstandsvergütungen bspw. habe wenig Auswirkungen gehabt. Immer noch würden finanzielle Anreize die Menschen locken, und dies sei auch der Punkt, an der die Nachhaltigkeitsberichterstattung am erfolgreichsten sei: wenn sie das Anlegerverhalten steuere. Noch sei viel Arbeit erforderlich, aber es gebe Hoffnung auf Änderung, schloss Hoogervorst seine Rede.

Den vollständigen Redebeitrag in englischer Sprache finden Sie hier auf der Internetseite des IASB.

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