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Detaillierte Analyse der Antworten auf den EU-Fitness-Check bei der IFASS-Sitzung

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29.03.2019

Bei der gegenwärtigen Sitzung des Internationalen Forums der Standardsetzer im Bereich Rechnungslegung (International Forum of Accounting Standard Setters, IFASS) in Buenos Aires stellte Prof. Dr. Peter Sampers, Vorsitzender des niederländischen Standardsetzers Raad voor de Jaarverslaggeving (RJ) und Professor für Finanzwesen an der Universität Maastricht, seine Untersuchungen zu den Ergebnissen des Fitness-Checks zur öffentlichen Berichterstattung von Unternehmen der EU-Kommission vor.

Für seine detaillierte Analyse hat Professor Sampers auf den zusammenfassenden Bericht der Kommission und weitergehende Analyse der einzelnen Antworten auf die Konsultation, die von der EU veröffentlicht wurden, zurückgegriffen. Der Schwerpunkt seiner Untersuchungen lag auf den IFRS-bezogenen Fragen der Konsultation.

Sampers hielt fest, dass Adressaten aus 23 Mitgliedstaaten und 25 Drittländern 338 Antworten eingereicht haben, wobei 82% der Antworten von Organisationen und Unternehmen, 9% von Behörden und internationalen Organisationen und 9% von Privatpersonen stammen. In diesem Zusammenhang wies Sampers insbesondere auf die hohe Anzahl von Antworten von Privatpersonen hin, die zeigen würden, dass die Adressaten wirklich über die Entwicklungen besorgt seien. Er verwies auch auf die hohe Zahl der Antworten aus Deutschland.

Bei der Erörterung der Antworten auf einzelne Fragen wies Sampers auf die verwirrende Gestaltung des Konsultationsdokuments hin, die zu einigen falschen positiven sowie zu widersprüchlichen Antworten führte und nur dann zusätzliche Kommentare zuließ, wenn sie die offenbar vorläufige Auffassung der EG-Kommission unterstützte. Seine Analyse führte zu folgenden Erkenntnissen:

  • Hinsichtlich der Frage, ob die EU in der Lage sein sollte, den Inhalt der IFRS bei der Übernahme zu ändern, war die Mehrheit der Befragten eindeutig gegen "Carve-ins", jedoch wurden deutliche regionale Unterschiede deutlich, da 75% der Befragten in Frankreich die Möglichkeit von Carve-ins befürworteten, während dies in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden nur bei 15% der Befragten der Fall war.
  • Eine deutliche Mehrheit der Befragten (68%) ist überzeugt, dass der EU-Übernahmeprozess sachgerecht ist, um sicherzustellen, dass die IFRS kein Hindernis für umfassendere politische Ziele der EU wie Nachhaltigkeit und langfristige Investitionen darstellen. Dies korreliert mit den Antworten auf die Frage, wie die EU sicherstellen könnte, dass die IFRS kein Hindernis für Nachhaltigkeit und langfristige Investitionen darstellen, bei der nur 11% der Befragten der Ansicht waren, dass die Möglichkeit von Änderungen an den IFRS erforderlich sei, um dies zu gewährleisten.
  • Auf die Frage, ob ein EU-Rahmenkonzept den IFRS-Übernahmeprozess unterstützen sollte, war die Antwort eindeutig negativ, jedoch befürwortete eine überraschende Zahl (wenn auch keine Mehrheit) die Übernahme des Rahmenkonzepts des IASB für die Anwendung in Europa. (Bei der Erörterung dieses Punktes machten einige IFASS-Teilnehmer deutlich, dass die Übernahme einer für das IASB nicht verbindlichen Verlautbarung zu einer rechtlich schwierigen Situation führen würde, zumal einige der Standards des IASB nicht mit dem Rahmenkonzept im Einklang stehen. Daher scheint eine direkte Übernahme keine Option zu sein.)

Insgesamt haben die Untersuchungen von Professor Sampers ergeben, dass es wenig Unterstützung für Änderungen am derzeitigen Übernahmeprozess und für die Einführung einer Möglichkeit für die EU gibt, den Inhalt der IFRS zu ändern. Dies steht im Einklang mit dem in der Zusammenfassung der Antworten der EU-Kommission festgehaltenen Gesamtaussage, dass der EU-Berichterstattungsrahmen insgesamt einen Mehrwert bringt, wirksam und relevant für die Erreichung seiner Ziele ist und kohärent ist.

Professor Sampers hat uns freundlicherweise die Erlaubnis erteilt, seine Präsentationsfolien zum Thema auf IAS Plus zur Verfügung zu stellen. Sie können hier eingesehen werden.

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