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Vorsitzender des IASB spricht über die Zukunft der Finanzberichterstattung

  • IASB - Rede Image

05.11.2019

In einer Rede beim jährlichen Symposium der Eumedion-Stiftung erläuterte der IASB-Vorsitzende Hans Hoogervorst die Projekte des Board zu primären Abschlussbestandteilen und zur Lageberichterstattung und ging auf die Rolle des IASB in der Nachhaltigkeitsberichterstattung ein.

Hoogervorst begann seine Ausführungen mit einem Überblick über das Projekt zu primären Abschlussbestandteilen und wies auf die neuen Zwischensummen wie Betriebsergebnis und Ergebnis vor Finanzierung und Steuern hin. Er erörterte auch die neuen Vorschläge in Bezug auf alternative Finanzkennzahlen.

Hoogervorst gab der Überzeugung Ausdruck, dass die Vorschläge im Rahmen des Projekts zu primären Abschlussbestandteile große Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sein werden. Sie würden mehr Struktur schaffen und die Vergleichbarkeit verbessern, was schlussendlich bedeute, dass das Projekt die Relevanz der traditionellen Finanzberichterstattung fördere.

Danach wendete sich Hoogervorst der Berichterstattung jenseits der traditionellen Finanzberichterstattung zu. Er erläuterte, dass der IASB die "allgemeinere Unternehmensberichterstattung" als Teil seiner Aufgabe sehe, den Kapitalmarktteilnehmern finanziell relevante Informationen zur Verfügung zu stellen. Aus verschiedenen Gründen habe sich der IASB entschieden, sein Leitliniendokument zur Lageberichterstattung zu überarbeiten.

Zum einen sei da das stark gestiegene Interesse an immateriellen Vermögenswerten. In der modernen wissensbasierten Wirtschaft gewinnen immaterielle Güter wie Technologie, Kundenstamm und das Geschäftsmodell eines Unternehmens zunehmend an Bedeutung. Hoogervorst vertrat die Ansicht, dass der Lagebericht die beste Plattform sei, um Investoren Informationen über diese immaterielle Vermögenswerte zur Verfügung zu stellen.

Ein zweiter wichtiger Grund für die Überarbeitung des Leitliniendokuments seien das stark gestiegene Interesse an den Auswirkungen von Nachhaltigkeitsthemen auf die Wirtschaft und der enorme Aufschwung, den die Nachhaltigkeitsberichterstattung genommen hat. Im bestehenden Leitliniendokument wird auf die möglichen Auswirkungen von Nachhaltigkeit nicht eingegangen.

Hoogervorst ging dann tiefer auf das Thema Nachhaltigkeit ein und erläuterte, dass sich in der Welt der Nachhaltigkeitsstandards zwei Hauptströme unterscheiden ließen. Einige Standards konzentrierten sich in erster Linie auf die externen Auswirkungen eines Unternehmens auf die Gesellschaft und den Planeten. Diese Standards hätten eine Multi-Stakeholder-Perspektive und richten sich nicht in erster Linie an Investoren. Der zweite Hauptstrom sei mehr auf das Unternehmen und seine Investoren ausgerichtet und würde es einem Unternehmen ermöglichen, die möglichen finanziellen Auswirkungen von Nachhaltigkeitsthemen auf das Unternehmen selbst zu beschreiben. Gerade dieser zweite Hauptstrom sei sehr wichtig für den IASB und sein Projekt zur allgemeineren Unternehmensberichterstattung.

Abschließend ging Hoogervorst noch kurz auf das neue Diskussionspapier von Eumedion, Towards a global standard-setter for non-financial reporting, ein, in dem nach einer Konsolidierung in der nicht finanziellen Berichterstattung gerufen wird, bei der der IASB eine führende Rolle spielen sollte. Auch wenn Hoogervorst der Forderung nach einer Konsolidierung zustimmte, gab er sich bedeckt in Bezug auf die Rolle des IASB. Er sagte:

Sie werden verstehen, dass ich dazu im Moment nicht sehr konkret Stellung nehmen kann. Das ist eigentlich in erster Linie eine Angelegenheit der Treuhänder der IFRS-Stiftung. Gleichzeitig hoffe ich, Ihnen deutlich gemacht zu haben, dass sich unser Denken erheblich weiterentwickelt hat. Unsere Arbeit am Leitliniendokument zur Lageberichterstattung macht deutlich, dass wir über den Jahresabschluss hinausschauen und auch breitere Finanzinformationen in unseren Aufgabenbereich aufnehmen.

Eine englischsprachige Übersetzung der Rede, die ursprünglich in holländischer Sprache gehalten wurde, finden Sie auf der Internetseite des IASB.

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