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ESMA lehnt nationale oder regionale Umsetzungsleitlinien für IFRS ab

  • ESMA Image

28.11.2019

Bei der Konferenz 'IFRS & Regulation: Searching for Common Ground', die heute in Brüssel von der Europäische Beratungsgruppe zur Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) veranstaltet wurde, hielt Steven Maijoor, Vorsitzender der europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority, ESMA), eine Grundsatzrede.

In Beantwortung der Frage "Sind die IFRS noch gut geeignet, den europäischen Kapitalmärkten zu dienen", wies Maijoor auf die enge Beziehung zwischen den IFRS und dem Aufbau einer Kapitalmarktunion, die Rolle der IFRS bei der Ermöglichung einer wirksamen Durchsetzung der Rechnungslegung und die Rolle der IFRS bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen und Chancen hin, die sich aus der elektronischen Berichterstattung und der Nachhaltigkeit ergeben. Er warnte insbesondere vor lokalen Interpretationen der IFRS:

Der prinzipienbasierte Charakter der IFRS bietet eine geeignete Grundlage, um sich an die unvermeidliche Vielfalt von Tatsachen anzupassen, die in der Realität von Unternehmen in einer vielgestaltigen Rechtsordnung wie der EU auftreten, und ermöglicht gleichzeitig einen soliden und einheitlichen Ansatz sowohl bei der Umsetzung als auch bei der Durchsetzung. Wie Sie verstehen werden, unterstützt ESMA die Veröffentlichung nationaler oder regionaler Umsetzungsleitlinien für IFRS nicht, und dies nicht nur, weil sie der IAS-Verordnung zuwiderlaufen würden, sondern auch, weil sie potenziell schädlich für die dringend erforderliche EU-weite einheitliche Anwendung der IFRS wäre. Darüber hinaus schwächen EU- oder nationale spezifische Lösungen unsere Position als einheitliche, geschlossene Gerichtsbarkeit und machen sie weniger einflussreich in der Diskussion um die Rechnungslegung auf globaler Ebene.

Maijoor stellte jedoch auch fest, dass die IFRS, um weiterhin relevant zu sein, erwägen müssen, wie Zukunftsprojektionen - die bereits jetzt z.B. bei der Berechnung von Wertminderungen erforderlich sind - Risiken berücksichtigen werden müssen, die sich aus Aspekten im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen ergeben. Er erklärte, dass man anerkennen müsse, dass es eine Reihe von wirtschaftlichen Realitäten gebe, die nicht gut geeignet seien, über das System der doppelten Buchführung erfasst zu werden, die jedoch immer wichtiger würden.

Der vollständige Redetext von Maijoor steht Ihnen in englischer Sprache auf der Internetseite von ESMA zur Verfügung.

Zu der übergreifenden Veranstaltung gibt es einen kurzen Bericht auf der Internetseite von EFRAG.

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