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2019

Stellvertretende IASB-Vorsitzende spricht bei der AICPA-Jahreskonferenz

10.12.2019

Auf der diesjährigen Konferenz des amerikanischen Instituts der Wirtschaftsprüfer (American Institut of Certified Public Accountants, AICPA) hinsichtlich Entwicklungen bei der SEC und der PCAOB, die derzeit in Washington stattfindet, sprach die stellvertretende Vorsitzende des IASB, Sue Llyod, über das IASB-Projekt zu primären Abschlussbestandteilen, die Verknüpfung zwischen finanzieller und nichtfinanzieller Berichterstattung im Projekt des IASB zu Lageberichterstattung und die einheitliche Anwendung der IFRS.

In Bezug auf die primären Abschlussbestandteile bemerkte Lloyd, dass die Arbeit des IASB die Tatsache widerspiegelt, dass sich die Art und Weise, wie diese Informationen konsumiert werden, weiterentwickelt hat, während die traditionellen Abschlussbestandteile weiterhin den Kern der Investitionsanalyse bilden. In diesem Umfeld ist eine angemessene Struktur und Vergleichbarkeit der von den Unternehmen bereitgestellten Finanzinformationen besonders wichtig. Sie erläuterte die Überlegungen des Boards zu neuen Zwischensummen, die eingeführt werden sollen, und zu alternativen Finanzkennzahlen, bei denen die Vorschläge des IASB die Zunahme der Verwendung dieser Kennzahlen auf dem Markt und ihre Relevanz für Investoren widerspiegeln werden. Der IASB plant, seine Vorschläge in einem Entwurf gegen Ende dieses Jahres zu veröffentlichen.

In Bezug auf die Lageberichterstattung wies Lloyd darauf hin, dass allgemeinere Informationen zur Unternehmensberichterstattung grob in zwei Arten eingeteilt werden können: (i) Informationen darüber, wie das Unternehmen die Welt beeinflusst, und (ii) Informationen darüber, wie die Welt das Unternehmen beeinflusst. Es ist der zweite Bereich, in dem der IASB entschieden hat, dass er eine größere Rolle spielen kann und sollte. Das entsprechende Projekt zielt daher darauf ab, das Leitliniendokument des IASB zur Lageberichterstattung so zu aktualisieren, dass die Investoren einen Überblick über Faktoren haben, die sich auf die zukünftigen Cashflows eines Unternehmens auswirken können, sich aber möglicherweise noch nicht im Jahresabschluss niederschlagen. Als nächsten Schritt in diesem Projekt beabsichtigt der IASB, 2020 einen Entwurf zu veröffentlichen, der Änderungsvorschläge für das Leitliniendokument enthält.

In Bezug auf eine einheitliche Anwendung des IFRS erläuterte Lloyd abschließend die Arbeit des IFRS Interpretations Committee des IASB, dem sie vorsitzt.

Der vollständige Wortlaut der Rede in englischer Sprache ist auf der Internetseite des IASB verfügbar.

Die AICPA-Konferenz findet vom 9. bis 11. Dezember statt und bietet Reden von - ebenso wie Podiumsdiskussionen und Frage- und Antwortsitzungen mit - Mitgliedern von SEC, PCAOB, FASB und IASB sowie Experten aus verschiedenen Branchen. Unsere US-Kollegen sind dabei, einen Heads Up-Newsletter mit den Höhepunkten der Konferenz zu erstellen, der in Kürze auf IAS Plus verfügbar sein wird.

EFRAG erläutert, wie die Kommentare zu ihrem IFRS 17-Stellungnahmeentwurf bei der Finalisierung der Stellungnahme berücksichtigt wurden

09.12.2019

Die Europäische Beratungsgruppe zur Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat im September 2019 ihre endgültige Stellungnahme zum IASB-Entwurf ED/2019/4 'Änderungen an IFRS 17' veröffentlicht. EFRAG hat nun einen Bericht veröffentlicht, in dem die eingegangenen Anmerkungen zum Stellungnahmeentwurf zusammengefasst werden und erläutert wird, wie diese von EFRAG während ihrer fachlichen Erörterungen, die zur Finalisierung de Stellungnahme führten, berücksichtigt wurden.

Die Pressemitteilung auf der Internetseite von EFRAG bietet eine allgemeine Analyse der eingegangenen Stellungnahmen (generell unterstützte Vorschläge, Vorschläge, die Anlass zu Bedenken gaben, Aufforderungen zur Überprüfung bestimmter Aspekte und Zeitpunkt des Inkrafttretens) und Zugang zum vollständigen Bericht (29 Seiten).

Ergebnisse der 75. Sitzung der Fachkommission Swiss GAAP FER

09.12.2019

Zu den Ergebnissen der 75. Sitzung der Kommission am 3. Dezember 2019 wurde eine Medienmitteilung zur Verfügung gestellt.

Themen waren unter anderem Swiss GAAP FER 30 „Konzernrechnung“, das Projekt zu Subventionen, Beihilfen und Zuschüssen sowie die neue Broschüre zu Swiss GAAP FER, die im Frühjahr 2020 herausgegeben werden soll. Die Medienmitteilung steht Ihnen auf der Internetseite der Stiftung für Fachempfehlungen zur Rechnungslegung zur Verfügung.

Zusammenfassung der Agendapapiere für die IASB-Sitzung nächste Woche

08.12.2019

Der IASB wird am 11. und 12. Dezember 2019 in London zu seiner allmonatlichen Sitzung zusammenkommen. Es sollen neun Themen erörtert werden. Wir haben deutschsprachige Zusammenfassungen der Agendapapiere für die Sitzung für Sie erstellt, die Ihnen gestatten, die Entscheidungsfindung des IASB besser zu verfolgen. Bei jedem Thema heben wir außerdem die wesentlichen Punkte hervor, die der IASB erörtern soll, sowie die Empfehlungen des Stabs.

Änderungen an IFRS 17 Versicherungsverträge: Der Board setzt seine Beratungen zum Entwurf ED/2019/4 Änderungen an IFRS 17 fort. Auf dieser Sitzung empfiehlt der Stab dem Board, Entscheidungen über die Änderungen zu treffen, die im November vom Stab als keiner weiteren bedeutenden erneuten Erörterung bedürfend identifiziert wurden. Der Stab gibt auch Empfehlungen zu Cashflows aus der Versicherungsakquise und zu abgeschlossenen Rückversicherungsverträgen ab.

IBOR-Reform und die Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung: Der Stab empfiehlt, IFRS 9 und IAS 39 so zu ändern, dass Unternehmen eine Sicherungsbeziehung (d.h. keine Ausbuchung erforderlich) fortsetzen können, wenn Änderungen am Referenzzinssatz, auf dem die vertraglichen Cashflows eines Finanzinstruments basieren, eine direkte Folge der IBOR-Reform sind und auf wirtschaftlich gleichwertiger Basis vorgenommen werden.

Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogenen Schätzungen (Änderungen an IAS 8): Der Stab bittet um Erlaubnis, die endgültigen Änderungen an IAS 8 vorzubereiten. Sie gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen und werden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2020 veröffentlicht.

IFRS-Umsetzung:

Belastende Verträge: Der Stab bittet um Erlaubnis, die endgültigen Änderungen an IAS 37 vorzubereiten. Sie gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen und werden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2020 veröffentlicht.

Jährliche Verbesserungen: Der Stab bittet um Erlaubnis, die endgültigen Änderungen für die jährlichen Verbesserungen von IFRS 1 (Tochtergesellschaft als Erstanwender), IFRS 9 (Gebühren, die in den "10-prozentigen" Test für die Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten einbezogen sind), und IAS 41 (Besteuerung von Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert) zu erarbeiten. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Die Änderung des erläuternden Beispiels zu IFRS 16 tritt mit seiner Veröffentlichung in Kraft. Der Stab erwartet, das Änderungspaket erst im zweiten Quartal 2020 zu veröffentlichen.

IFRS 3-Verweis auf das Rahmenkonzept: Der Stab empfiehlt dem Board, den Vorschlag zu bestätigen, im Abschnitt "Ausnahme vom Ansatzprinzip" eine Ausnahme vom Ansatzprinzip für Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten im Sinne von IAS 37 oder IFRIC 21 aufzunehmen. Er empfiehlt dem Board ferner, klarzustellen, dass die Aktualisierung des Verweises auf das Rahmenkonzept die Anforderungen in IFRS 3 für den Ansatz von Vermögenswerten und Schulden, deren beizulegende Zeitwerte mit einer Bewertungsunsicherheit behaftet sind, nicht ändert.

Tochtergesellschaften, die KMU sind: Die Vorsitzende des Australian Accounting Standards Board wird eine Präsentation über dessen Vorschlag für einen vereinfachten Angabestandard halten, der demjenigen ähnelt, den der IASB voraussichtlich entwickeln wird. (Es handelt sich um eine reine Informationssitzung).

Unternehmenszusammenschlüsse unter gemeinsamer Kontrolle: Der Stab empfiehlt, dass die in IFRS 3 festgelegte Erwerbsmethode für Transaktionen, die nicht beherrschende Aktionäre des empfangenden Unternehmens betreffen, anzuwenden ist. Das empfangende Unternehmen hat jedoch einen Überschuss des beizulegenden Zeitwerts des erworbenen identifizierbaren Nettovermögens über die übertragene Gegenleistung als Erhöhung des Eigenkapitals (Einlage) des empfangenden Unternehmens und nicht als Gewinn aus einem vorteilhaften Erwerb in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Überprüfung und Aktualisierung des IFRS für KMU: Der Stab bittet um Erlaubnis zur Erarbeitung der Bitte um Informationsübermittlung mit einer Kommentierungsfrist von 180 Tagen.

Finanzinstrumente mit Eigenschaften von Eigenkapital: Der Board wird mit der Diskussion über die Klassifizierung von Finanzinstrumenten beginnen, die in eigenen Eigenkapitalinstrumenten des Emittenten (sowohl derivative als auch nicht-derivative Instrumente) erfüllt werden sollen oder werden können. Insbesondere wird der Stab erörtern, welche Klarstellungen zum Grundprinzip der fixed-for-fixed-Bedingung vorgenommen werden könnten.

Detaillierte Zusammenfassungen der Agendapapiere für die einzelnen Sitzungsteile finden Sie an Ende unserer Seite für Sitzungsmitschriften. Wir werden die Seite nach der Sitzung um die Entscheidungen und Diskussionen des Boards ergänzen.

Tagesordnung für die kommende Sitzung des EFRAG-Boards

06.12.2019

Der EFRAG-Board wird am 11. Dezember 2019 per Webcast tagen. Für die Sitzung sind jetzt eine Tagesordnung und die Sitzungsunterlagen verfügbar.

Während der Sitzung soll es um die endgültige EFRAG-Stellungnahme zum IASB-Entwurf ED/2019/6 Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Vorgeschlagenen Änderungen an IAS 1 und am IFRS-Leitliniendokument 2) gehen.

Anmelden für die Sitzung können Sie sich über die Presseerklärung auf der Internetseite von EFRAG. Dort finden Sie auch die Möglichkeit, sich für die Live-Übertragung zu registrieren. Die Papiere für die Sitzung finden Sie hier.

Videoaufzeichnungen der EFRAG-Konferenz 'IFRS & Regulation: Searching for Common Ground'

06.12.2019

Am 28. November 2019 hat die Europäische Beratungsgruppe zur Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) die Konferenz 'IFRS & Regulation: Searching for Common Ground' in Brüssel veranstaltet.

Zwei Videoaufzeichnungen von der Konferenz (zwei Stunden lang, eine 1,5 Stunden lang) sind ab sofort verfügbar. Die Presseerklärung auf der Internetseite von EFRAG erläutert den Inhalt der Aufzeichnungen und bietet Zugang zu ihnen.

Übernahme der aktualisierten Verweise auf das Rahmenkonzept in europäisches Recht

06.12.2019

Die Europäische Union hat die IASB-Verlautbarung 'Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards' für die Anwendung in Europa übernommen.

Die folgenden Standards und Interpretationen sind von den Änderungen betroffen, die der IASB im März 2018 herausgegeben hat:

  • IAS 1 Darstellung des Abschlusses
  • IAS 8 Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler
  • IAS 34 Zwischenberichterstattung
  • IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen
  • IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte
  • IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung
  • IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
  • IFRS 6 Exploration und Evaluierung von Bodenschätzen
  • IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen
  • IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente
  • IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks
  • IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und im Voraus erbrachte oder erhaltene Gegenleistungen
  • SIC 32 Immaterielle Vermögenswerte — Kosten von Internetseiten

Der Zeitpunkt des Inkrafttretens in der Europäischen Union ist derselbe wie der des IASB (1. Januar 2020).

Die Verordnung der Kommission zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1126/2008 betreffend die Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates wurde am 6. Dezember 2019 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

Vor dem Hintergrund der Übernahme haben wir unsere Übersicht aktualisiert, der Sie entnehmen können, welche Verlautbarungen des IASB in der laufenden Rechnungslegungsperiode zu berücksichtigen und welche als neu gemäß IAS 8 anzugeben sind. Auch EFRAG hat den Bericht zum Stand der Übernahme in der EU aktualisiert, um widerzuspiegeln, dass die Verlautbarung für die Anwendung in Europa übernommen wurde.

Vorsitzender der Treuhänder der IFRS-Stiftung spricht über Big Techs und Finanzstabilität

06.12.2019

In einer Grundsatzrede am 3. Dezember in Paris sprach Erkki Liikanen, Vorsitzender der Treuhänder der IFRS-Stiftung, über die Frage, ob Big Tech eine Bedrohung für die Finanzstabilität darstellt.

Liikanen erklärte, dass heute ein großer Innovationsschub im globalen Finanzbereich von den "Big Techs" ausgeht, Unternehmen, die dominante Plattformanbieter sind und allgegenwärtige digitale Dienste anbieten. Er fasste die Auswirkungen dieser Big Techs neutral zusammen:

  1. Der Einstieg von Big Techs in die Finanzdienstleistung verspricht Effizienzsteigerungen und kann die finanzielle Integration verbessern.
  2. Die Regulierer müssen unter Berücksichtigung der breiten Kundenbasis der Big Techs sowie deren Zugangs zu Informationen und Geschäftsmodellen für gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen Big Techs und Banken sorgen.
  3. Der Auftritt von Big Techs präsentiert neue und komplexe Kompromisse zwischen Finanzstabilität, Wettbewerb und Datenschutz.

Darauf aufbauend bot Liikanen drei Beobachtungen an. Erstens müssten die politischen Entscheidungsträger entscheiden, inwieweit sie Big Tech ermutigen wollen, in die Finanzwelt einzusteigen - sollte die Politik den Eintritt von Big Techs fördern oder einschränken? Zweitens testen Big Techs die regulatorischen Rahmenbedingungen für den Datenschutz, die Wettbewerbspolitik und jetzt auch die Finanzregulierung aus. Daher erfordere eine zweckmäßige Regulierung eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen mehreren Regulierungsbehörden. Und drittens müssten wir den grenzüberschreitenden Charakter der Herausforderungen der Big Techs und Fintechs erkennen und angemessen reagieren. Liikanen stellte auch fest, dass zu den Initiativen in diesem Bereich die Arbeit der IFRS-Stiftung gehört, die sich mit der Bilanzierung von Kryptovermögenswerten nach IFRS befasst.

Liikanen schloss seine Rede mit der Feststellung: "Innovation ist hier, um zu bleiben, und sie wird Vorteile bringen und Herausforderungen mit sich bringen. Wir brauchen einen ausgewogenen Ansatz, bei dem wir die Vorteile der finanziellen Integration und Effizienz nutzen und gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen Big Techs und Banken sicherstellen."

Der vollständige Redetext von Liikanen in englischer Sprache steht Ihnen auf der Internetseite des IASB zur Verfügung.

Mitschriften von der IASB-Sitzung im November 2019

04.12.2019

Der IASB ist am 19. und 20. November 2019 in London zu seiner allmonatlichen Sitzung zusammengekommen. Es wurden sieben Themen erörtert. Wir haben die Mitschriften von Deloitte-Beobachtern bei dieser Sitzung für Sie übersetzt.

Änderungen an IFRS 17 Versicherungsverträge: Im Juni 2019 hat der Board den Entwurf ED/2019/4 Änderungen IFRS 17 veröffentlicht. Der Stab hat die Rückmeldungen aus den Stellungnahmen zu den zehn Fragen im Entwurf und die Rückmeldungen zu Bereichen zusammengefasst, für die Änderungen an IFRS 17 geprüft, aber nicht vorgeschlagen wurden. Der Board unterstützte den vom Stab empfohlenen Plan für die erneuten Erörterungen.

IFRS-Umsetzungsfragen:

  • Mangel an Umtauschbarkeit (IAS 21): Im Juni 2019 erörterte das IFRS Interpretations Committee die Schwierigkeiten bei der Anwendung von IAS 21, wenn eine Währung unter einer extremen langfristigen mangelnden Umtauschbarkeit leidet und wenn ein ausländischer Geschäftsbetrieb nicht in der Lage gewesen ist, über die verfügbaren rechtlichen Umtauschmechanismen, wie beispielsweise mit dem venezolanischen Bolivar, auf Fremdwährungen zuzugreifen. Der Board ist zu dem Schluss gekommen, dass diese Angelegenheit weit verbreitet ist und erhebliche Auswirkungen auf die Betroffenen haben könnte, und es ist notwendig, IAS 21 zu ändern, um die Angelegenheit zu adressieren.
  • Jährliche Verbesserungen: Der Board hat den Entwurf ED/2019/2 Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2018–2020 im Mai 2019 veröffentlicht. In dieser Sitzung hat der Board die eingegangenen Stellungnahmen zu den Vorschlägen erörtert: Tochterunternehmen als Erstanwender (Änderungen an IFRS 1); Gebühren im ‘10%-Test’ in Bezug auf Ausbuchung (Änderungen an IFRS 9); Leasinganreize (Änderungen an den erläuternden Beispielen zu IFRS 16); Besteuerung bei Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert (Änderungen an IAS 41).
  • Kryptovermögenswerte: Der Board hat aktuelle Informationen zur Verfügung gestellt bekommen, die der Stab durch die Beobachtung der Entwicklung der Bestände an Kryptowährungen oder der Erstausgabe von Coins erhalten hat. Er entschied, dass der Stab die Beobachtungen fortsetzen soll.

Primäre Abschlussbestandteile: Bei der Erarbeitung des Entwurfs zur Ersetzung von Teilen von IAS 1 ist der Stab zu dem Schluss gekommen, dass er vom Board keine ausreichenden Leitlinien dazu hat, wie Gewinne und Verluste aus der Veräußerung oder Wertminderung von integralen assoziierten Unternehmen und Joint Ventures zu klassifizieren sind. Der Board entschied, sie zusammen mit dem Anteil am Gewinn oder Verlust sowie den Wertminderungen und Wertaufholungen aus diesen Investitionen auszuweisen.

IFRS 3 — Verweis auf das Rahmenkonzept: Im Mai 2019 veröffentlichte der Board den Entwurf ED/2019/3 Verweis auf das Rahmenkonzept (Vorgeschlagene Änderungen an IFRS 3), in dem Änderungen an IFRS 3 vorgeschlagen wurden. Der Board hat die eingegangenen Stellungnahmen erörtert. Alle Stellungnehmenden befürworteten die Aktualisierung der Verweise in IFRS 3, wenn auch mit einigen unterschiedlichen Sichtweisen in Bezug auf einzelne Aspekte des Entwurfs. Der Board fällte keine Entscheidungen, aber einige Boardmitglieder betonten, dass Sachverhalte außerhalb des Umfangs des Projekts, die in Stellungnahmen aufgebracht wurden, die zeitliche Planung des Projekts nicht beeinflussen sollten.

Lageberichterstattung: Der Board entschied, in das überarbeitete Leitliniendokument Leitlinien in Bezug auf das Geschäftsmodell eines Unternehmens aufzunehmen.

Angabeninitiative: Der Board hat sich weiterhin mit den Angabevorschriften in IAS 19 und IFRS 13 befasst. Insbesondere hat er entschieden, Änderungen dieser Standards vorzuschlagen, so dass einige Vorschriften eine präskriptive Sprache verwenden ("soll") und andere eine weniger präskriptive Sprache verwenden (z.B. "sollte erwägen" oder "würde normalerweise angeben").

Tochtergesellschaften, die KMU sind: Ziel dieses Projekts ist es, Tochtergesellschaften, die KMU sind, Angabeerleichterungen zu gewähren. Der Board entschied, das Projekt auf der Grundlage des ursprünglichen Umfangs fortzusetzen (d.h. nur Tochtergesellschaften zu betrachten, die KMU sind), aber später zu prüfen, ob der Umfang erweitert werden kann, ohne die bereits erzielten Ergebnisse wesentlich zu beeinträchtigen.

IBOR-Reform und die Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung: In den Oktoberpapieren stand, dass der Stab die in Phase 2 auftretenden Fragen des Hedge Accounting in dieser Sitzung mit dem Board erörtern würde. Diese Diskussion stand nicht auf der Tagesordnung für November.

Detaillierte Zusammenfassungen der Erörterungen durch den Board finden Sie am Ende unserer Seite für Sitzungsmitschriften.

CAQ veröffentlicht Bericht zu von Unternehmen erstellten Informationen

04.12.2019

Das Zentrum für Prüfungsqualität (Center for Audit Quality, CAQ) des US-amerikanischen Instituts der Wirtschaftsprüfer (American Institut of Certified Public Accountants, AICPA) hat einen Bericht 'The Role of Auditors in Company-Prepared Information: Present and Future' veröffentlicht.

Der Bericht vermittelt ein grundlegendes Verständnis der aktuellen Rolle der Wirtschaftsprüfer bei verschiedenen Arten von von Unternehmen erstellten und veröffentlichten Informationen und soll Anlegern und Prüfungsausschüssen aufzeigen, wie Wirtschaftsprüfer in der Lage sein könnten, bestehende Lücken bei der Verbesserung der Verlässlichkeit von entscheidungsrelevanten Informationen zu schließen. Es wird darauf hingewiesen, dass sich die Rolle der Wirtschaftsprüfer zwar heute weitgehend auf die Prüfung von Abschlüssen beschränkt, dass aber veränderte Geschäftsmodelle und die Nachfrage der Anleger dazu führen, dass Unternehmen zunehmend Informationen außerhalb des Abschlusses bereitstellen. Der Bericht argumentiert, dass die Prüfer bereit sind, den Bedürfnissen der Adressatengruppen gerecht zu werden und das Vertrauen in diese anderen Arten von unternehmensbezogenen Informationen zu stärken, zu denen auch alternative Finanzkennzahlen, Umwelt-, Sozial- und Governance-Informationen, Cybersicherheitsberichte und andere Mitteilungen über die Wertschöpfung außerhalb von Abschlüssen gehören.

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der Presseerklärung und der Publikation auf der Internetseite des CAQ.

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