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IAS 39/IFRS 9 — Novation von außerbörslichen Derivaten und Fortsetzung der bestehenden Sicherungsbeziehung

Hintergrund

Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Projekt mit begrenztem Umfang, in dessen Rahmen IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung und IFRS 9 Finanzinstrumente geändert werden sollen, um die Novation eines außerbörslichen (over the counter, OTC) Derivats zu ermöglichen, das als Sicherungsinstrument designiert ist, ohne die Fortsetzung der bestehenden Sicherungsbeziehung zu unterbrechen, wenn das Sicherungsinstrument ansonsten unverändert ist und wenn die Novation aufgrund von Gesetzen oder Regulierungen notwendig ist.

Dieses Projekt ist aus einer Anfrage an das IFRS Interpretations Committee entstanden. Am 4. Juli 2012 wurde die Verordnung (EU) Nr. 648/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister (auch: European Market Infrastructure Regulation, EMIR) verabschiedet und im Amtsblatt vom 27. Juli 2012 veröffentlicht.

Die EU-Verordnung sieht unter anderem die Einrichtung einer zentralen Clearingstelle für standardisierte OTC-Derivate vor. Die beim Interpetations Committee eingegangene Frage betraf die Auswirkungen auf die Sicherungsbilanzierung, wenn aufgrund von EMIR die Novation eines OTC-Derivats an eine zentrale Gegenpartei erforderlich wird.

Die gesetzgeberischen Maßnahmen in Europa, die der Eingabe an das IFRS Interpretations Committee zugrunde liegt, gehen auf eine Übereinkunft der G-20 zurück, als Maßnahme infolge der weltweiten Finanzmarktkrise neue Vorschriften für ein zentrales Clearing standardisierter, außerbörslich gehandelter (over the counter, OTC) Derivate einzuführen. Die Staatslenker der G-20 hatten sich im September 2009 vor allem wie folgt verständigt:

Alle standardisierten OTC-Derivate sollen, soweit sachgerecht, über Börsen oder elektronische Handelsplattformen gehandelt und über zentrale Gegenparteien bis spätestens Ende 2012 gecleart werden. OTC-Derivate sollten höheren Kapitalanforderungen unterliegen. Wir fordern den Finanzstabilitätsrat (FSR) und seine maßgeblichen Mitglieder auf, die Umsetzung regelmäßig zu prüfen und zu beurteilen, ob diese Maßnahme ausreicht, um die Transparenz auf den Derivatemärkten hinreichend zu verbessern, das Systemrisiko zu mindern und vor Fehlverhalten an den Märkten zu schützen.

Das Committee erwog den Sachverhalt und schlug eine begrenzte Änderung vor. Der IASB entschloss sich auf der Sitzung im Januar 2013, den Sachverhalt auf seine Agenda zu nehmen.

Da davon ausgegangen wird, dass es sich um eine kleine Änderung handelt, die breite Unterstützung erfahren wird und außerdem eine gewisse Dringlichkeit vorliegt, da einige Rechtskreise bereits mit der Entwicklung entsprechender Ausführungsgesetze befasst sind, will man das Projekt beschleunigt abwickeln.

 

Aktueller Status des Projekts

Am 27. Juni 2013 hat der IASB Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung (Änderungen an IAS 39 'Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) herausgegeben. Das Projekt ist damit abgeschlossen.

 

Projektmeilensteine

DatumEntwicklungAnmerkungen
Januar 2013 Projekt mit begrenztem Umfang auf die Agenda des IASB genommen
28. Februar 2013 Standardentwurf ED/2013/2 Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen herausgegeben Ende der Kommentierungsfrist: 2. April 2013
27. Juni 2013 Endgültige Änderungen Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung (Änderungen an IAS 39 'inanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) herausgegeben Die Änderungen sind erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, wobei eine freiwillige vorzeitige Anwendung zulässig ist.

 

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