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Gemeinsame Sitzung von IASB und EFRAG

Date recorded:

Der Vorsitzende des IASB eröffnete die Sitzung damit, dass er die drei neuen IASB-Mitglieder willkommen hieß: Amaro Gomes, Patrick Finnigan und Patricia McConnell.

Der erste Tagungsordnungspunkt war eine gemeinsame Sitzung von Vertretern von IASB und EFRAG, um konvergenzbezogene Themen zu erörtern. Der Vorsitzende von EFRAG begann die Diskussion, indem er die Arbeit des Boards hinsichtlich der finanzmarktkrisenbezogenen Sachverhalte würdigte. Dennoch äußerte er Bedenken von EFRAG hinsichtlich des Arbeitsprogramms des IASB. . EFRAG ist der Meinung, dass es zu viele Sachverhalte auf der Agenda gibt, was im Endeffekt dazu führen könne, dass der Konsultationsprozess beeinträchtig wird, da viele Anwender damit kämpfen würden, ihre Meinungen zu einer zunehmenden Anzahl von neuen Vorschlägen vorzubringen. EFRAG empfahl, dass sich der Board auf finanzmarktkrisenbezogene Sachverhalte konzentrieren sollte - Finanzinstrumente, Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, Versicherungen und Rahmenkonzept - und die "Haushalts-" Fragen (wie beispielsweise den jährlichen Verbesserungsprozess und kleinere Projekte) auf eine Zeit aufschieben sollte, wenn die Anwender in der Lage seien, die vorgeschlagenen Änderungen zu verarbeiten. EFRAG hinterfragte außerdem den Zeitplan des Arbeitsabkommens mit dem FASB, da man Bedenken hegt, dass die Frist 2011 noch zu halten ist und dass Konvergenz immer zu "Verbesserungen" an den Rechnungslegungsstandards führe. EFRAG erkannte an, dass alle Sachverhalte auf der Agenda wichtig sind, aber forderte den Board dringend auf, die Prioritäten zu überdenken und das Änderungstempo den Möglichkeiten der Anwender anzupassen.

Der Vorsitzende des IASB verteidigte die Strategie des IASB. Er verwies auf die Empfehlungen der G-20 (das Ziel globaler Standards), die Übernahme der IFRS in vielen Rechtreisen 2012, sodass bis dahin größere Änderungen an den Standards abgeschlossen sein sollten (damit die neuen Rechtskreise die Vorschriften nicht zweimal ändern müssen, was auch die Strategie sei, die man vor der Einführung der IFRS in Europa 2005 gewählt habe), und den Konvergenzbedarf mit den Vereinigten Staaten. Nach Meinung des IASB-Vorsitzenden könnte eine jegliche Verzögerung in der Konvergenzagenda die Einführung der IFRS in den Vereinigten Staaten verzögern. Darüber hinaus seien einige Themen (beispielsweise die Frage der Ausgabe von Rechten, die im Juli 2009 von IFRIC an den Board verwiesen worden sei, und die Emissionshandelsprogramme) auf ein großes Echo gestoßen und würden von den anderen Anwendern unterstützt.

IASB- Mitglieder fragten, ob das Aufschieben einiger Projekte (beispielsweise das Diskussionspapier zu Rohstoffindustrien) oder verlängerte Kommentierungsfristen helfen würden, die Bedenken beizulegen. EFRAG schien dem zuzustimmen.

Die Diskussion wendete sich dann einer Auswertung der Stellungnahmen von Anwendern zu den Entwürfen zu Konsolidierung und Ausbuchung zu. EFRAG äußerte Bedenken, dass der Board sich zu beeilen scheine, die Teile der IFRS in der Krise zu ersetzen, die relativ gut funktionierten, besonders im Vergleich mit US-amerikanischen Standards. Der Board zeigte sich zuversichtlich, dass der Konsolidierungsstandards bis Ende des Jahres herausgegeben werden könne (nach erneuter Erörterung) und dass die Positionen von IASB und FASB relativ nah beieinander lägen. Hinsichtlich des Ausbuchungsprojekts erkannte der Stab an, dass auf Grundlage der eingegangenen Stellungnahmen es so aussähe, dass die Anwender alternative Sichtweisen vorzögen (mit der Nettoangabe in der Darstellung der Vermögens- und Finanzlage und den Bruttoangaben im Anhang). Der Board verteidigte seinen Ansatz, da er der Meinung ist, dass die Vorschriften in IAS 39 kompliziert und regelbasiert sind.

Ein anderer Diskussionspunkt war das Projekt zur Ersetzung von IAS 39. EFRAG schien die vorgeschlagenen Klassifizierungskriterien allgemein zu unterstützen. Verschiedene Themen wurden aufgebracht, die Bedenken auslösen, insbesondere die Grenzen zwischen den Klassifizierungskriterien (Definition und Interpretation der vertraglichen Rendite), der vom Board gewählte Phasenansatz (viele Anwender wollen wissen, wie Hedging gehandhabt wird, bevor sie sich zu Klassifizierung entscheiden), die Behandlung von eingebetteten Derivaten, mangelnde Möglichkeiten der Umklassifizierung von Finanzinstrumenten zwischen den Kategorien und Aufgabe der Kostenausnahme für Eigenkapitalinstrumente. Die Diskussion widmete sich auch kurz dem vorgeschlagenen amerikanischen Ansatz (beizulegenden Zeitwert), wobei EFRAG eine solche Alternative nicht unterstützte.

Im Hinblick auf die erwogene Wertminderungskomponente des Projekts zu Finanzinstrumenten forderte EFRAG den Board auf, sich nicht hetzen zu lassen, da es keine sofortigen Auswirkungen dieser Änderungen gebe. Allgemein unterstützten verschiedene IASB- und EFRAG-Mitglieder die Idee, rechnungslegerische Rückstellungen und aufsichtsrechtliche Anforderungen auf der Grundlage eines Modells der erwarteten Verluste miteinander zu versöhnen.

Der Board stellte EFRAG aktuelle Informationen hinsichtlich des Stands bei anderen Projekten vor wie beispielsweise Versicherungen, Rahmenkonzept und Joint Ventures.

Schließlich stellte EFRAG seine proaktiven Aktivitäten in den Bereichen Pensionsbilanzierung, Vermögenswertdefinition, Steuern und anteilsbasierte Vergütungen vor ebenso wie ein erwogenes Rahmenkonzept zu Angaben. Der Vorsitzende begrüßte diese Initiativen als mögliche Beiträge zur Agenda für die Zeit nach 2011.

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