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Angabeninitiative: Angabeprinzipien

Date recorded:

Überblick über die Sitzung

Agendapapier 11

Hintergrund

Die Angabeninitiative des IASB konzentriert sich darauf, Wege zu finden, wie sichergestellt werden kann, dass der Abschluss Informationen liefert, die für Investoren relevant sind und effektiv kommuniziert werden. Der Board ist der Ansicht, dass das Hauptproblem darin besteht, dass die Ersteller Schwierigkeiten haben, Ermessen in Bezug darauf auszuüben, welche Informationen in den Abschluss aufgenommen oder von ihm ausgeschlossen werden sollen und was der effektivste Weg ist, sie zu organisieren und zu kommunizieren. Der Schwerpunkt dieses Forschungsprojektes liegt darin, auf diese Bedenken zu reagieren, indem Angabeprobleme identifiziert und besser verstanden werden und neue oder klarere Angabeprinzipien entwickelt werden, um diese Probleme anzugehen. Dieses Projekt wird voraussichtlich entweder zu Änderungen an IAS 1 oder zur Schaffung eines neuen allgemeinen Angabestandards führen, der auf den Teilen von IAS 1, der Angaben im Abschluss abdeckt, aufbaut und diese ersetzt. Der Board wird dieses Projekt nutzen, um ihn bei der Überprüfung der Angabevorschriften auf Standardebene und es bei der Entwicklung von Angabevorschriften in neuen und geänderten Standards zu unterstützen.

Im März 2017 veröffentlichte der IASB ein Diskussionspapier DP/2017/1 Angabeninitiative - Angabeprinzipien. Im Dezember 2017 begann der Board mit der Erörterung der erhaltenen Rückmeldungen, hat aber noch keine Entscheidungen getroffen.

Ziel dieser Sitzung war es, dass der Board Entscheidungen über die nächsten Schritte im Projekt trifft.

Nächste Schritte im Projekt — Priorisierung der Themen im Diskussionspapier

Agendapapier 11A

Analyse des Stabs

Die Stellungnahmenden zum Diskussionspapier übermittelten die klare Botschaft, dass das Projekt nicht fokussiert sei und dass das Diskussionspapier eine Reihe von Einzelaspekten und nicht eine kohärente Vision darstelle, wie der Board zur Lösung von Angabeproblemen beitragen könne.

Der Stab hat Themen identifiziert, von denen er glaubt, dass sie in direktem Zusammenhang mit der Verbesserung der Angaben in den Finanzberichten stehen - die Entwicklung von Leitlinien für den Board, einschließlich des Ansatzes des NZASB-Stabs bei der Formulierung von Angabevorschriften, der Grundsätze einer wirksamen Kommunikation, zentralisierter Angabeziele, einer Überprüfung der Angabevorschriften auf Standardebene und der Entwicklung von Schulungsmaterial. Diese Themen werden in Agendapapier 11B mit einigen Empfehlungen vertieft diskutiert.

Der Stab hat auch Themen identifiziert, die seiner Meinung nach für das Projekt zu primären Abschlussbestandteilen von größerer Relevanz sind, Themen, die wahrscheinlich nicht zu den Angabeproblemen beitragen werden, Themen, die getrennt vom Hauptproblem der Angaben behandelt werden können, und Themen, die im Diskussionspapier nicht behandelt wurden, für die der Board jedoch bedeutende Rückmeldungen erhalten hat.

Weitere Themen

Es gibt drei Themen, die nicht im Diskussionspapier enthalten waren, von denen der Stab aber denkt, dass sie zusätzliche Arbeiten erfordern.

Der Stab ist der Meinung, dass es hilfreich wäre, wenn der Board eine allgemeine Zusammenfassung entwickeln würde, die erklärt, wie die Projekte zur besseren Kommunikation in der Finanzberichterstattung zusammenwirken, was jedes Projekt anders macht und welche Grenzen zwischen ihnen bestehen.

Der Stab stimmt den Rückmeldungen der Stellungnehmenden über die möglichen Auswirkungen zu, die der zunehmende Einsatz von Technologie auf die Kommunikation von Finanzinformationen haben könnte. Er stellt fest, dass dieser Bereich wahrscheinlich für mehr Bereiche der Arbeit des Board relevant sein wird als nur für das Projekt zu Angabeprinzipien und dass mehr Analysen erforderlich sind, um dem Board eine fundierte Entscheidung darüber zu ermöglichen, ob und wie die potenziellen Auswirkungen der Technologie in den Rahmen dieses Projekts einbezogen werden sollten. Der Stab plant in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit anderen Projektteams, einschließlich des Taxonomie-Teams. Er hält ferner fest, dass ein Team gebildet wird, das sich mit den möglichen Auswirkungen der Technologie auf die Finanzberichterstattung befasst, und dass in diesem Bereich eine breitere Strategie entwickelt wird. Jede Aktivität, die der Board in Bezug darauf unternimmt, wie sich Technologie und digitale Berichterstattung auf das Projekt zu Angabeprinzipien auswirken sollten, sollte mit anderen damit zusammenhängenden Aktivitäten koordiniert werden. Der Stab beabsichtigt, die Rückmeldungen, die er erhält, im April 2018 bei deren Sitzung mit der Beratungsgruppe für die IFRS-Taxonomie zu besprechen.

Der Stab stimmt den Rückmeldungen der Stellungnehmenden überein, die die Bedeutung der Wesentlichkeitsbeurteilung für die Qualität der Angaben betonten. Der Stab weist darauf hin, dass der IASB mehrere Dokumente veröffentlicht hat, die die Anwendung von Wesentlichkeitsbeurteilungen beeinflussen könnten, dass es jedoch einige Zeit dauern wird, ihre Auswirkungen zu beurteilen. Der Stab schlägt daher vor, dass der Board abwarten sollte, bis er mehr Informationen über die praktische Wirkung dieser Dokumente hat. Er hält fest, dass viele Unternehmen bis zum zweiten Quartal 2019 zwei vollständige Berichtszyklen seit der Herausgabe dieser Dokumente durchlaufen haben werden und dass es besser wäre, bis dahin zu warten, bevor weitere Analysen durchgeführt werden. Der Stab weist außerdem darauf hin, dass er beabsichtigt, dem Board auf seiner Sitzung im April 2018 die Rückmeldungen zu der vorgeschlagenen Änderung der Definition von Wesentlichkeit vorzustellen. Empfehlungen für die nächsten Schritte im Projekt sollen im Mai 2018 folgen.

Empfehlungen des Stabs

Der Stab schlug dem Board Folgendes vor:

  1. Erwägung im Rahmen des Projekts zu primären Abschlussbestandteilen:
    • Rolle der primären Abschlussbestandteile und des Anhangs;
    • Ausweis von EBIT und EBITDA;
    • Ausweis von ungewöhnlichen oder selten auftretenden Posten; und
    • angemessene Darstellung von Leistungskennzahlen.
  2. Keine Weiterverfolgung der folgenden Themen:
    • Entwicklung von nicht verbindlichen Leitlinien in Bezug auf die Verwendung von Formatierungen in Abschlüssen;
    • Entwicklung von nicht verbindlichen Leitlinien in Bezug auf den Ort von Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; und
    • Verlagerung bestehender Angabeziele und -vorschriften in den IFRS.
  3. Berücksichtigung der erhaltenen Rückmeldungen zu den Begriffe "ausweisen" und "angeben" erhalten haben, wenn oder falls Entwurfshilfen für den Board entwickelt werden.
  4. Weitere Untersuchungen zu:
    • Angabeort von Informationen (innerhalb oder außerhalb des Jahresabschlusses) im Rahmen von begrenzten Analysen, um ein besseres Verständnis der Risiken und Kosten, insbesondere im Zusammenhang mit der Interaktion mit lokalen Gesetzen und Vorschriften, zu erhalten; und
    • welche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angegeben werden sollten, indem die potenziellen Auswirkungen der kürzlich herausgegeben Veröffentlichungen des Boards in Bezug auf die Anwendung der Wesentlichkeit auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden analysiert werden und eine generelle Einschätzung der Ansätze vorgenommen wird, die der Board bei der Entwicklung von Leitlinien anwenden könnte, welche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Unternehmen angegeben werden sollen.
  5. Entwicklung einer allgemeinen Zusammenfassung, in der erläutert wird, wie die Projekte zur besseren Kommunikation in der Finanzberichterstattung zusammenwirken, was jedes Projekt ausmacht und welche Grenzen zwischen ihnen bestehen.
  6. Durchführung weiterer Arbeiten zur Bewertung der Auswirkungen von Technologie und digitaler Berichterstattung auf das Projekt zu Angabeprinzipien.
  7. Erwägung weiterer Aktivitäten im Zusammenhang mit der Wesentlichkeit, wenn mehr Informationen über die praktischen Auswirkungen der jüngsten Veröffentlichungen des Boards in Bezug auf die Anwendung von Wesentlichkeit vorliegen.

Erörterung durch den Board

Die stellvertretende Vorsitzende eröffnete die Diskussion mit der Betonung, dass der Board die Rolle von Angaben verstehen müsse, um Angabeziele entwickeln zu können. Sie merkte auch an, dass viele Stellungnehmende kritisiert hätten, dass das Diskussionspapier eine Reihe von Themen behandele, die der Board nicht auf inhaltlich begründbare Weise verbunden habe. Obwohl diese Kritik berechtigt sei, betonte sie, dass sich der Board dieser Bedenken seit einiger Zeit bewusst sei und die heutigen Entscheidungen nicht so verstanden werden sollten, dass der Board sich dieser Bedenken erst jetzt bewusst geworden sei.

Über die Empfehlungen 1, 3 und 7 wurde wenig diskutiert.

Zu Empfehlung 2 stellte der Stab in Beantwortung von Fragen von zwei Boardmitgliedern klar, dass im Projekt zu Angabeprinzipien keine allgemeinen Leitlinien (verpflichtend oder nicht) für die Verwendung von Formatierungen in Abschlüssen entwickelt werden würden. Dies hindert den Board nicht daran, bei der Entwicklung oder Änderung eines bestimmten Standards spezifische Formatierungsvorschriften zu erwägen.

Im Hinblick auf Empfehlung 4 meinte ein Boardmitglied, dass das Projekt dazu beitragen könnte, Redundanzen zu minimieren, und betonte die Bedeutung von Gesprächen mit dem IAASB. Ein Mitglied war der Meinung, dass zusätzliche Einbindungen über die Stellungnehmenden zum Diskussionspapier hinausgehen sollte, und der Stab stellte klar, dass seine Befragungen umfangreicher sein würden, als in dem Papier angedeutet.

Im Zusammenhang mit Empfehlung 5 warnte ein Boardmitglied davor, zu viel Aufwand für die Erstellung einer Zusammenfassung aufzuwenden, da dadurch nicht wirklich etwas geschaffen werde, das zur Lösung des Angabenproblems beiträgt. Ein anderes Mitglied fragte, ob diese Zusammenfassung eine Erklärung darüber enthalten könne, wie IAS 1 und IAS 7 in das Projekt passen, sowie die Arbeit an der Überarbeitung des Leitliniendokuments zur Lageberichterstattung.

Zu Empfehlung 6 sagte ein Boardmitglied, dass der Abschluss in der Regel als Referenzdokument verwendet wird und nicht wie ein Roman durchgelesen wird. Dem Mitglied gefiel die Idee eines Standardindexes, der den Adressaten das Auffinden von Daten erleichtern soll, zumal die Jahresabschlüsse immer länger werden. Ein Mitglied sagte, dass die digitale Berichterstattung wahrscheinlich eine wichtige Rolle spielen wird, aber nicht als Lösung für das Angabenproblem. Ein anderes Mitglied hinterfragte, was bis Juni erreicht werden könne. Der Stab betonte, dass es darauf ankommt, dass die Technologieaspekte nicht hinten runterfallen, und die Empfehlung solle sicherstellen, dass die Informationsbeschaffung fortgesetzt wird.

Der Board stimmte allen Empfehlungen einstimmig zu.

Nächste Schritte im Projekt — Das Angabenproblem

Agendapapier 11B

Analyse des Stabs

Leitlinien, die der Board nutzen kann, wenn er Angabevorschriften entwickelt und entwirft

Der Stab ist der Meinung, dass das Board Leitlinien entwickeln sollte, die ihn bei der Entwicklung und Ausarbeitung von Angabevorschriften unterstützen, da die Art und Weise, wie die Vorschriften in einem Standard formuliert werden, anderen Interessengruppen helfen könnte, die Wirksamkeit der Angaben für die primären Adressaten von Abschlüssen zu verbessern. Diese Leitlinien könnten sich auf den Umfang oder die Art der Anlegereinbindung beziehen, die der Board vornehmen sollte; ob die Angabevorschriften gleichzeitig mit den entsprechenden Ansatz- und Bewertungsvorschriften entwickelt werden sollten; Einbezug der Entwicklung der IFRS-Taxonomie; die angemessene Ausgewogenheit von Angabezielen, -prinzipien und -vorschriften, einschließlich der Überlegung, ob ein oder mehrere Elemente des Ansatzes des NZASB-Stabs wie im Diskussionspapier beschrieben weiterentwickelt werden sollen; ob eine präskriptive Sprache wie "soll" oder "als Minimum" verwendet werden soll; ob einzelne Angabevorschriften oder Gruppen von Angabevorschriften sich auf Wesentlichkeitserwägungen beziehen sollten; und wie die Begriffe "ausweisen" und "angeben" zu verwenden sind.

Der Stab ist der Meinung, dass der Board die Leitlinien nicht durch einen formellen Entwurfsprozess entwickeln sollte, wie er im Handbuch für den Konsultationsprozess vorgesehen ist, zumindest anfangs. Der Stab hält es für wichtig, dass der Board öffentliche Rückmeldungen erhält, aber dies könne geschehen, wenn der Board die Leitlinien anzuwenden begonnen hat. Dies würde es dem Board ermöglichen, die Leitlinien früher zu nutzen und sie auf der Grundlage seiner Erfahrungen und der Rückmeldungen, die er erhält, weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Der Stab ist der Meinung, dass er diese Leitlinien zwecks Verwendung in der zweiten Jahreshälfte 2018 entwickeln kann.

Prinzipien wirksamer Kommunikation

Das Diskussionspapier befasste sich mit der Frage, ob der Board Prinzipen der wirksamen Kommunikation entwickeln sollte, die Unternehmen bei der Erstellung von Abschlüssen anwenden sollten, um ihnen dabei zu helfen, Informationen im Abschluss wirksamer zu kommunizieren.

Prinzipien wirksamer Kommunikation könnten Unternehmen dabei helfen, besser zu beurteilen, was sie angeben und wie sie die angegebenen Informationen am besten kommunizieren können, und sie dazu ermutigen, ihre Vorgehensweise bei den Angaben zu ändern. Einige Stellungnehmende bezeichneten jedoch die "Prinzipien einer wirksamen Kommunikation" im Diskussionspapier als "Anwendung des gesunden Menschenverstandes" und hielten fest, und dass solche Leitlinien bereits vorhanden sind. Der Stab erkennt auch an, dass die Prinzipien zu allgemein gehalten sein könnten, um sie wirksam durchzusetzen, und dass es unangemessen ist, Unternehmen zur Rechenschaft zu ziehen, um eine Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen zu erreichen. Er kommt zu dem Schluss, dass der Board keine Prinzipien für eine wirksame Kommunikation entwickeln sollte.

Zentrale Angabeziele

Das Diskussionspapier befasste sich mit der Frage, ob der Board einen zentralen Satz von allgemeinen Angabezielen entwickeln sollte, aber die Rückmeldungen zeigten, dass es nicht klar war, was der Board vorhatte. Der Stab ist der Meinung, dass zentrale Angabeziele den Adressatengruppen helfen können, die Angabevorschriften in den Standards zu verstehen. Er ist aber auch der Meinung, dass es schwieriger sein könnte, zentrale Angabeziele zu entwickeln, als an einigen der anderen Ideen zu verfolgen, die in dieser Sitzung diskutiert werden. Der Stab befürchtet auch, dass zentrale Angabeziele dazu führen könnte, dass zusätzlich zu den bestehenden Anforderungen eine weitere Ebene von Anforderungen wahrgenommen wird, was die Belastung aus wahrgenommener Einhaltungsvorschriften erhöht. Er kommt zu dem Schluss, dass der Board keine zentralen Angabeziele entwickeln sollte.

Überprüfung auf Standardebene

Obwohl im Diskussionspapier keine Überprüfung der Angabevorschriften auf Standardebene erörtert wurde, waren viele Stellungnehmende der Meinung, dass Maßnahmen auf der Ebene der Standards die effektivste Art und Weise wäre, wie der Board zur Lösung des Anagbeproblems beitragen könnte.

Eine Überprüfung der bestehenden Standards könnte dazu führen, dass übertriebene oder überflüssige Angabevorschriften und präskriptive Sprache abgeschafft werden, dass spezifische Angabevorschriften mit Wesentlichkeitsüberlegungen verknüpft werden, dass übergeordnete Angabeprinzipien oder -ziele in einzelne Standards integriert werden, dass spezifische Angabeziele für jeden einzelnen Standard entwickelt werden und dass die Angabevorschriften über die Standards hinweg einheitlicher und kohärenter sind.

Der Stab ist der Meinung, dass eine solche Überprüfung auf einige der Rückmeldungen eingehen würde, die von fast allen Stellungnehmenden zum Diskussionspapier erhalten wurden. Sie befürchten jedoch, dass es eine Lücke zwischen den Erwartungen derjenigen, die eine Überprüfung auf der Ebene der Standards fordern, und dem wahrscheinlichen Ergebnis einer solchen Überprüfung geben könnte. Es ist klar, dass einige Ersteller erwarten, dass das Ergebnis einer Überprüfung auf der Ebene der Standards zu einer Verringerung der Angabevorschriften führen würde. Auf der anderen Seite geht es den Anlegern eher um das, was fehlt, als um zu viele Informationen. Es wird wichtig sein, sich über das Ziel einer solchen Überprüfung im Klaren zu sein, um die Erwartungen der Adressatengruppen zu steuern. Der Stab ist der Meinung, dass sich das Ziel nicht direkt auf den Umfang der Angabevorschriften beziehen würde. Stattdessen sollte das übergeordnete Ziel einer Überprüfung auf der Ebene der Standards darin bestehen, die Angabevorschriften zu verbessern, so dass die Anwendung dieser Vorschriften den primären Nutzern von Abschlüssen nützlichere Informationen liefert.

Der Stab ist der Meinung, dass der Board eine gezielte Überprüfung auf der Ebene der Standards vornehmen sollte, sobald er seine eigenen Leitlinien entwickelt hat, wie oben beschrieben. Er sollte auf ein oder zwei Standards abzielen und die Leitlinien nutzen, um die Angabevorschriften in den ausgewählten Standards zu verbessern. Das Ziel wird nicht darin bestehen, den Umfang der Angabevorschriften zu ändern, obwohl dies ein Ergebnis sein kann. Der Stab geht davon aus, dass er die Adressatengruppen in diesen Prozess einbeziehen wird und strebt an, diese Arbeiten in der zweiten Hälfte dieses Jahres durchzuführen. Der Board wird einen Entwurf entwickeln, um Stellungsnahmen zu den spezifischen Vorschlägen und zu den Leitlinien des Boards einzuholen.

Der Stab hat in Erwägung gezogen, ob der Board eine umfassendere Prüfung vornehmen sollte. Obwohl viele Stellungnehmende um eine umfassende Überprüfung gebeten haben, ist der Stab besorgt über die Dauer einer solchen Überprüfung. Es besteht auch die Gefahr, dass der Board eine umfassende Überprüfung vornehmen würde, nur um festzustellen, dass, da sie ihre Reformen nicht an einem kleineren Satz von Standards getestet haben, ein beträchtlicher Teil der Zeit in Vorschläge investiert wird, die nicht gut aufgenommen werden. Eine zielgerichtetere Überprüfung würde es dem Board ermöglichen, seine Leitlinien zu testen und Rückmeldungen viel früher einzuholen. Der Board hätte weiterhin die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt eine umfassendere Überprüfung vorzunehmen.

Lehrmaterialien

In einigen Stellungnahmen zum Diskussionspapier war die Meinung vertreten worden, dass vom Board entwickeltes Lehrmaterial den Adressatengruppen helfen könnte, die Angabevorschriften zu verstehen und anzuwenden. Der Stab sieht Potential in der Entwicklung von Leitlinien, stellt aber fest, dass andere Gremien dies bereits tun. Er ist auch der Meinung, dass die einzigen Adressatengruppen, die Zugang zu den Bildungsmaterialien des Boards in Anspruch nehmen, diejenigen sind, die die Arbeit des Board aktiv verfolgen. Der Stab der Meinung, dass diese Untergruppe von Adressatengruppen vermutlich denjenigen entspricht, die bereits heute bei der Anwendung der IFRS-Angabevorschriften Ermessen anlegen. Obwohl es Vorteile für bestimmte Adressatengruppen gibt, sollte sich der Board auf die Elemente des Angabeproblems konzentrieren, die nur der Board adressieren kann - mit anderen Worten ist der Stab der Meinung, dass der anfängliche Fokus des Boards auf Aktivitäten zur Festlegung von Standards und nicht auf der Entwicklung von Lehrmaterial liegen sollte.

Empfehlungen des Stabs

Der Stab empfahl, dass der Board Folgendes tut:

  • a) Entwicklung von Leitlinien, die ihm bei der Entwicklung und Ausarbeitung von Angabevorschriften helfend;
  • b) keine Entwicklung von Prinzipien wirksamer Kommunikation;
  • keine Entwicklung von zentralen Angabezielen;
  • d) Identifizierung von ein oder zwei Standards, auf die die Leitlinien des Boards angewendet werden, um diese zu testen, mit dem Ziel, Änderungen an diesen Standards vorzuschlagen; und
  • e) keine Entwicklung von Lehrmaterialien.

Erörterung durch den Board

Die stellvertretende Vorsitzende sagte, dass die Frage der Durchsetzbarkeit, wenn mehr zielorientierte Anforderungen entwickelt werden, sehr wichtig sein wird und im weiteren Verlauf der Arbeiten berücksichtigt werden muss.

Die stellvertretende Vorsitzende sagte auch, dass die positiven Rückmeldungen und Erfahrungen mit dem Leitliniendokument zu Wesentlichkeit sie sich fragen lassen, ob ähnliche Vorteile geschaffen werden könnten, wenn man in ähnlicher Weise über Leitlinien zu wirksamer Kommunikation nachdächte. Deshalb würde die Empfehlung, keine Leitlinien für wirksame Kommunikation zu entwickeln, zögern lassen. Andere Boardmitglieder gaben an, dass sie ähnliche Vorbehalte hätten, nichts zu tun. Mehrere Boardmitglieder betonten, dass die Aufnahme von Prinzipien wirksamer Kommunikation in einen Standard nicht angemessen sei, da dies nicht rechtlich durchsetzbar sei. Jegliche Leitlinien müssten außerhalb der Standards zur Verfügung gestellt werden.

Einige Mitglieder waren der Meinung, dass die Auswahl eines Teststandards für die Entwicklung von Formulierungsleitlinien für den Boards eine Herausforderung sein wird, und es sollte kein neuer Standard sein, der gerade erst angewendet wird. Es sollte einer sein, der bekannte Probleme adressiert. Ein Mitglied meinte, der Board solle sich zuerst einen Standard aussuchen, analysieren, was falsch ist, und dies dann verwenden, um die Leitlinien für den Board zu entwickeln (also anstatt zuerst Leitlinien zu erstellen). Der Stab antwortete, dass es sich wahrscheinlich um einen iterativen Prozess handeln würde.

Ein Mitglied war der Ansicht, dass es einen positiven Unterschied machen würde, wenn der Board die Angabevorschriften im Zuge der Entwicklung der Ansatz- und Bewertungsvorschriften entwickeln und diese am Ende ganzheitlich überprüfen würde, anstatt bis zum Ende des Projekts zu warten, bis er sich Angabevorschriften überlegt.

Ein Mitglied war der Meinung, dass die Leitlinien für den Board Leitlinien zur Beurteilung von Kosten und Nutzen enthalten sollte (und ein anderes Mitglied stimmte zu). Es meinte auch, dass die Anwendung von "mindestens" und "soll" erklärt werden sollte, damit die Wörter nicht in jedem Standard geändert werden müssen.

Der Board stimmte allen Empfehlungen einstimmig zu. Zusammenfassend betonte der Stab, dass die Entscheidungen positiv herausstreichen würden, welche Maßnahmen der Board ergreifen würde. Dazu gehöre auch, klarzustellen, dass die Entscheidungen nicht bedeuten, dass man nicht weiter über die Prinzipien einer wirksamen Kommunikation nachdenken könne.

Zugehörige Themen

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