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Die Zukunft der Unternehmensberichterstattung

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Die Stabsmitarbeiter sprachen die derzeitige Befugnis des IASB an, Rechnungslegungsstandards für Unternehmen im Privatsektor zu setzen – eine Teilmenge der Unternehmensberichterstattung – sowie die Spannungen, die im derzeitigen Rechnungslegungsmodell bestehen.

Alan Teixeira gab einen Überblick über die Integrierte Berichterstattung (Integrated Reporting, <IR>), ihre Entstehung und was sie zu erreichen suche. Die Stabsmitarbeiter fuhren mit der Erläuterung fort, wie die IFRS-Stiftung mit Technologie umgehen könne, insbesondere seiner XBRL-Taxonomie und über die Anwendung einer einheitlichen 'Sprachregelung' (d.h. ein einheitlicher Satz Definitionen resp. ein Wörterbuch, dass bei der Standardsetzung und der Entwicklung der XBRL-Taxonomie Anwendung fände).

Alan Teixeira wurde zur Rolle des IASB sowie dazu befragt, was der IASB der <IR>-Initiative entgegnen solle. Er meinte, dass einige vom IASB verlangten, sein Praxisleitfaden zum Lagebericht zu ändern und ihn in Richtung eines Integrierten Berichts weiterzuentwickeln. Der IASB habe sich jedoch gegenwärtig noch nicht festgelegt und bevorzuge eine Zusammenarbeit mit dem International Integrated Reporting Council unter dessen MoU in dem Maße, wie sich die <IR> weiterentwickle.

In Beantwortung einer Frage, was der IASB gegen die Duplizierung von Angaben bei der Unternehmensberichterstattung tue, meinte Alan Teixeira, dass ein Großteil der Dopplungen das Ergebnis konfliktärer regulatorischer Vorschriften seien und kein Konflikte innerhalb des Abschlusses. Das Angabenprojekt des IASB biete eine Möglichkeit, so viele Konflikte innerhalb des Abschlusses zu beseitigen wie möglich.

Ein Ratsmitglied sagte, dass die nächste große Frage zumindest für die Nutzer sei, 'wer die Standards für die Kapitalien außer dem finanziellen Kapital setze' – bspw. Humankapital, Wissenskapital, Sozialkapital etc.?  Sie erwähnte die Arbeiten des US-amerikanischen Sustainability Accounting Standards Board und schlug vor, dass der IASB mit ihm zusammenarbeiten oder die Aufnahme formeller Verbindungen mit ihm erwägen solle.

Der Rat verteilte sich dann auf Arbeitsgruppen, um die Sachverhalte zu diskutieren.

 

Berichterstattung aus den Arbeitsgruppen

Gruppe 1

Die Kernbotschaft bestand darin, dass der IASB diesen Platz nicht notwendigerweise besetzen müsse, aber beteiligt sein sollte, um sicherzustellen, dass der (wichtige) Rechnungslegungsteil relevant bleibe.

Der IASB müsse sicherstellen, dass der Bestätigungswert zurückliegender Abschlüsse in einer Zeit vorausschauender Daten erhalten bleibe.

Der wesentliche Treiber für den Wandel sei nicht <IR>, sondern integriertes Denken.

Der IASB müsse eine Rolle bei der Bereitstellung von Ratschlägen und einem Rahmenkonzept spielen, wenn Berichtsrahmen für die anderen Kapitalien der Integrierten Berichterstattung entwickelt werden. Diese benötigten das gleiche Maß an Strenge, und die Erfahrungen des IASB würden von Wert sein. 

Man streifte Sachverhalte und Herausforderungen rund um die Gewährung von Güteaussagen auf einen Integrierten Bericht – es sei aber nicht am IASB, diese Herausforderungen zu lösen.

Gruppe 2

Dies sei ein sich entwickelndes Gebiet – langfristig müsse der IASB aber eine Rolle bei der <IR> spielen, auch wenn er sich dafür hüten solle, diese Initiative zu leiten. Die wesentliche Rolle des IASB sei es sicherzustellen, dass Finanzinformationen auf sachgerechte Weise Teil eines Integrierten Berichts und falsche Verbindungen zwischen Finanzdaten und anderen Kapitalien vermieden würden.

Die Rolle neuer Technologie müsse beobachtet und ggf. adressiert werden, wo immer sie einen Einfluss auf die Rechnungslegung habe.

Eine Erhebung der Praxisverlautbarung zum Lagebericht auf das Niveau eines Standards wurde nicht angeraten, da dies in jenen Rechtskreisen zu unbeabsichtigten Konsequenzen führen könne, die die IFRS unmittelbar und ohne formelle Übernahme in ihr Recht übernähmen.

Nicht auf Rechnungslegungsprinzipien fußende Kennzahlen (sog. non-GAAP measures) riefen bei dieser Gruppe Bedenken hervor: sie mögen Lücken in den IFRS hervorheben, die man kodifizieren könne.

Gruppe 3

Auch wenn dem IASB der <IR>-Prozess nicht gehöre, müsse er ein hohes Maß an Interaktion mit dem IIRC aufrechterhalten, wobei man schrittweise zu einem strategischeren Fokus wechseln würde.

Einige zeigten sich besorgt, wer in einem Unternehmen eigentlich die Hoheit über den Integrierten Bericht habe – vermutlich der Prüfungsausschuss. Die Abgabe von Güteaussagen auf den Integrierten Bericht sei ebenfalls entscheidend für dessen Glaubwürdigkeit.

Nicht auf Rechnungslegungsprinzipien fußende Kennzahlen wurden ebenfalls behandelt, wobei einige vorschlugen, dass der IASB eine Rolle dabei zu spielen habe, mit welcher Strenge solche Kennzahlen berichtet werden.

Gruppe 4

Diese Gruppe bestand überwiegend aus Anlegern und konzentrierte sich auf die <IR>. Der Fokus der <IR> auf vorausschauende Informationen als Teil der Wertschöpfungsgeschichte sei wichtig und würde Informationen liefern, die traditionelle Abschlüsse nicht liefern könnten. Anleger bräuchten weiterhin und wollen die Güteaussage als Bestätigung der von der Unternehmensleitung abgegebenen Informationen, so wie sie durch geprüfte Abschlüsse gewährt werde.

Man sprach auch die Rolle der Technologie an, und man äußerte Unterstützung für die Rolle der IFRS-Stiftung bei der Entwicklung einer IFRS-XBRL-Taxonomie.

 

Allgemeine Anmerkungen

Es gab einige Diskussion über zukunftsorientierte Finanzinformationen, die Behauptungen über das Potenzial eines Unternehmens, Zahlungsmittelströme zu schaffen, stützten. Das Ausmaß, in welchem dies Standards betreffen mag, wurde vom IASB-Vorsitzenden bezweifelt; er meinte, dass vergangenheitsorientierte Abschlüsse und zukunftsgerichtete Finanzinformationen beide eine Rolle bei der Prognose zukünftiger Zahlungsströme hätten.

Andere Ratsmiglieder betonten, dass der IASB die rechte Balance hinsichtlich seiner Beziehung zum IIRC getroffen habe und bei seiner Kernkompetenz bleiben solle. Er solle nach der Schaffung vergleichbarer Beziehungen zu anderen Beteiligten auf diesem Gebiet trachten, darunter jenen, die sich um die Entwicklung von Nachhaltigkeits- und Klimaangabenstandards sowie andere Themenkomplexe kümmerten.

John Hitchens meinte, dass der IASB ein Auge auf den Ball haben und die Rechnungslegung im Spielfeld der Anlegerinformation belassen müsse. Er erinnerte den Rat daran, dass ein Vorschlag der britischen Regierung aus den Jahren 2011/12 vorsah, Abschlüsse zu einem Dokument der Regeleinhaltung zu machen – eine Position, die nachfolgend zurückgenommen wurde. Die Rolle des Abschlusses bei der Bereitstellung nützlicher und relevanter Informationen an den Markt müsse weiterhin klar und deutlich gemacht werden.

Ein Vertreter sprach sich deutlicher dafür aus, dass der IASB einige der Bewertungsstandards an sich ziehen solle, die in der <IR> impliziert würden, vor allem jene, die eine Bewertung natürlicher (Ressourcen-)Kapitalien beträfen.

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