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Studie zur Neudarstellung von Abschlüssen in den USA

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10.04.2008

Das US-amerikanische Finanzministerium hat eine Studie zu den Neudarstellungen von amerikanischen Unternehmen von 1997 bis 2006 veröffentlicht: Die sich wandelnde Art und die Auswirkungen von Neudarstellungen von Abschlüssen börsennotierter Unternehmen (The Changing Nature and Consequences of Public Company Financial Restatements in englischer Sprache, 1.522 KB).

Die Studie, die Teil der Bemühungen des Finanzministeriums zur Stärkung des Wettbewerbs an den amerikanischen Kapitalmärkten ist, wurde von Susan Scholz, Professorin an der University of Kansas, durchgeführt. Der Zweck liegt darin, „die Merkmale und die Konsequenzen der Neudarstellung von Abschlüssen aufgrund der Verletzung US-amerikanischer allgemein akzeptierter Rechnungslegungsgrundsätze (GAAP) in dieser Dekade zu verstehen“. In der Studie werden 6.633 Neudarstellungen aus diesem Zeitraum untersucht.

Dies sind die allgemeinen Ergebnisse der Studie zu Neudarstellungen:

In den zehn Jahren von 1997 bis 2006 wuchs die Anzahl der Neudarstellungen etwa um den Faktor 18, von 90 im Jahr 1997 auf 1.577 im Jahr 2006. Der Zuwachs ist jedoch hauptsächlich auf Unternehmen zurückzuführen, die nicht an den großen Börsen gehandelt werden. Dort nicht gelistete Unternehmen sind 1997 für 23% der Neudarstellungen verantwortlich, 2006 für 62%.

Die Frequenz der Neudarstellungen erhöht sich ab 2001 — lange vor der Verabschiedung des Sarbanes-Oxley Acts von 2002. Diese Beschleunigung ist wahrscheinlich in Teilen auf den wirtschaftlichen Abschwung zu dieser Zeit zurückzuführen.

Die durchschnittliche Marktreaktion auf Ankündigungen von Neudarstellungen ist während des gesamten Beobachtungszeitraums negativ. Ab 2001 nimmt die Stärke der Marktreaktionen jedoch deutlich ab. Diese Abnahme fällt mit der Erhöhung der Anzahl der Neudarstellung zwischen 2001 und 2006 zusammen.

In bestimmten Jahren sind Neudarstellungshäufigkeit und Marktreaktionen mit verschiedenen disparaten Faktoren verbunden. Diese beinhalten Gesamtmarktrenditen und -volatilität, aufsichtsrechtliche Aktivitäten und Änderungen der Zusammenstellung der zugrunde liegenden Bilanzierungssachverhalte. Bezüglich der Veränderung der Bilanzierungssachverhalte gilt:

Neudarstellungen aufgrund von Betrug und diejenigen, die Erträge betreffen, führen zu stärkeren negativen Marktreaktionen. Der Prozentsatz von Neudarstellungen aufgrund von Betrug und derjenigen, die Erträge betreffen, verringert sich über den Zeitraum: Betrug ist ein Grund für 29% der Neudarstellungen 1997 und nur 2% 2006. Der Anteil der Neudarstellungen von Erträgen geht ebenfalls zurück, von41% 1997 auf 11% 2006.

Andererseits lösen Neudarstellung in Bezug auf die Bilanzierung von Aufwendungen, die nicht die Geschäftstätigkeit betreffen, auf nicht wiederkehrende Ereignisse und auf Neuklassifizierungen normalerweise keine spürbaren negativen Marktreaktionen aus. Diese Gruppe macht 1997 etwa 24% der Neudarstellungen aus und nimmt am Ende des Beobachtungszeitraumes etwa 50% ein.

Über den Zeitraum wird das durchschnittliche neudarstellende Unternehmen größer, aber gleicht weiterhin der Vergleichsgruppe von nicht neudarstellenden Unternehmen. Unternehmen verschiedener Größe tendieren dazu, andere Bilanzierungssachverhalte neu darzustellen, und einige der Unterschiede entsprechen den erwarteten Abweichungen in den Aktivitäten von größeren gegenüber kleineren Unternehmen.

Schließlich sind neudarstellende Unternehmen normalerweise schon vor der Neudarstellung unprofitabel. In dem Jahr vor Ankündigung einer Neudarstellung weisen mehr als die Hälfte der neudarstellenden Unternehmen einen Nettoverlust aus.

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