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Durch getöntes Glas – Studie zu IFRS-Übersetzungsfragen

  • Schottland Image

06.05.2011

Das Institut der Wirtschaftsprüfer von Schottland (Institute of Chartered Accountants of Scotland, ICAS) stellt auf seiner Internetseite eine Studie zu Übersetzungsfragen im Zusammenhang mit den IFRS zur Verfügung.

Die beiden Autorinnen der Studie gehen der Frage nach, ob eine wirklich einheitliche globale Rechnungslegung entstehen kann, wenn Übertragungen in andere Sprachen und andere Rechtskreise erforderlich sind. Die Studie führte zu folgenden Ergebnissen:
  • Eine Übersetzung ist nicht unmöglich; bei Problemen gibt es Strategien und Lösungen, die deren Auswirkungen vermindern können.
  • Exakte Äquivalenz ist bei Übersetzungen nicht möglich. Wenn ein Konzept nicht Teil einer (Rechnungslegungs-)Kultur ist, wird eine Übersetzung ohne Sinn bleiben, unabhängig davon, welche Worte verwendet werden.
  • Übersetzungsprobleme können aus unterschiedlichen Sprachstrukturen entstehen.
  • Übersetzungsprobleme und mögliche Lösungen unterscheiden sich zwischen einzelnen Sprachfamilien.
  • Übersetzungen der IFRS-Stiftung können sich von anderen offiziellen Übersetzungen (beispielsweise der EU-Kommission) unterscheiden.
  • Einige von Übersetzern angewendeten Lösungen können zu Bedenken bei Standardsetzern und Regulierern führen, beispielsweise wenn zur Verdeutlichung Worte hinzugefügt oder weggelassen werden.

Die Autorinnen leiten aus diesen Ergebnissen folgende Schlussfolgerungen ab:

  • Standardsetzer und Regulierer müssen sich möglicher Probleme, die sich aus Übersetzungen ergeben, bewusst sein und diese wenn möglich beim Entwurf von Standards bedenken.
  • Es können sich möglicherweise größere Übersetzungsprobleme bei Rechnungslegungsprinzipien als bei detaillierten Einzelvorschriften ergeben.
  • Man muss sich der Probleme bewusst sein, die sich aus Übersetzungen ergeben können. Unterschiedliche Umsetzungen in verschiedenen Rechtskreisen beispielsweise können sich aus unterschiedlichen Übersetzungen ergeben.
  • Eine leichte Bedeutungsverschiebung ergibt sich fast immer bei Übersetzungen, und einige Interpretationsunterschiede zwischen Originaltext und Übersetzung werden immer bestehen bleiben.
  • Übersetzer müssen nicht nur exzellente Kenntnisse in Ausgangs- und Zielsprache haben, sie müssen auch über Rechnungslegungsfeinheiten in beiden Rechtskreisen kennen.
  • Lehrende im Bereich Rechnungslegung müssen sich der Schwierigkeiten bewusst sein, die Studenten dabei haben können, Konzepte zu verstehen, die nicht ihrer eigenen Rechnungslegungskultur sind.

Die englischsprachige Studie ist Ihnen über die Presseerklärung auf der Internetseite des ICAS zugänglich. Dort finden Sie Verknüpfungen auf eine Zusammenfassung und den Volltext im PDF-Format sowie ein Bestellformular für Druckfassungen.

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