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Nachrichten

EFRAG Image

EFRAG gibt neue Besetzung der Arbeitsgruppe zu preisregulierten Geschäftsvorfällen bekannt

03.04.2017

EFRAG hatte sich entschieden, die Arbeitsgruppe neu zu besetzen, weil diese in ihrer Zusammensetzung über drei Jahren unverändert war, wobei einige Mitglieder ausgeschieden waren bzw. zu erkennen gegeben hatten, dass sie demnächst nicht mehr zur Verfügung stehen würden.

Aufgabe der Arbeitsgruppe ist, den Fachexpertenausschuss (Technical Experts Group, TEG) der Europäischen Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) und das Beratungsforum der Standardsetzer (Consultative Forum of Standard-Setters, CFSS) im Zusammenhang mit preisregulierten Geschäftsvorfällen zu beraten und ggf. Anregungen zu liefern. Von Seiten des IASB wird ein Diskussionspapier zu diesem Thema Ende 2017 oder Anfang 2018 erwartet.

Die Bekanntgabe der neuen Besetzung finden Sie auf der Internetseite von EFRAG.

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IDW finalisiert erstes Modul seiner Modulverlautbarung IDW RS HFA 50

03.04.2017

Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat im November 2016 mit dem Aufbau seiner Modulverlautbarung zu Fragen der IFRS-Rechnungslegung begonnen und den Entwurf eines Moduls zu IAS 19 veröffentlicht. Dieses Modul wurde nun fertiggestellt.

Gegenstand des Moduls ist die Bilanzierung von Versorgungszusagen mit versicherungsförmigen Durchführungswegen vor dem Hintergrund der andauernden Niedrigzinsphase.

Das IDW hat eine Presseerklärung zur Finalisierung des Moduls veröffentlicht.

Deutschland - neu Image

Bundesrat stimmt Umsetzungsgesetz zur CSR-Richtlinie final zu

01.04.2017

Der Bundesrat hat in seiner 956. Sitzung beschlossen, zu dem vom Bundestag am 9. März verabschiedeten Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten den Vermittlungsausschuss nicht anzurufen.

Somit fehlen dem Gesetz nur noch die Unterschrift des Bundespräsidenten und die Veröffentlichung im Amtsblatt.

Der entsprechende Beschluss wurde auf der Internetseite des Bundesrats veröffentlicht.

EFRAG Image

Rückblick auf EFRAG-Aktivitäten im März

01.04.2017

Die Europäische Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat eine neue Ausgabe des 'EFRAG Update' herausgegeben. Der Newsletter bietet einen Überblick über alle EFRAG-Aktivitäten im März 2017.

Wie bereits berichtet, waren im März die folgenden Höhepunkte zu verzeichnen:

Der Newsletter bietet außerdem Zusammenfassungen von den Märzsitzungen des EFRAG-Boards und von TEG.

Für April erwartet EFRAG die Veröffentlichung folgender Verlautbarungen:

  • endgültige Übernahmeempfehlung in Bezug auf Änderungen an IAS 40,
  • endgültige Übernahmeempfehlung in Bezug auf IFRIC 22,
  • endgültige Übernahmeempfehlung in Bezug auf die jährlichen Verbesserungen (Zyklus 2014-2016),
  • Entwurf einer Stellungnahme in Bezug auf Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung und
  • endgültige Stellungnahme in Bezug auf die jährlichen Verbesserungen (Zyklus 2015-2017).

Sie können sich den vollständigen Monatsrückblick in englischer Sprache hier von der Internetseite von EFRAG herunterladen.

IFRS-Stiftung Image

IFRS-Stiftung veröffentlicht neues Länderprofil

31.03.2017

Die IFRS-Stiftung hat ein neues Rechtskreisprofil erstellt und bietet somit derzeit Informationen zu 150 Ländern.

Das neue Profil gilt Montenegro. Dort gibt es keine nationalen Rechnungslegungsstandards. Das montenegrinische Gesetz zur Rechnungslegung und Prüfung verlangte die vollständige Anwendung der IAS/IFRS.

Das neue Profil ist Ihnen über die Presserklärung auf der Internetseite des IASB zugänglich.

BCBS (Basel Committee on Banking Supervision) Image

Basler Ausschuss noch ohne endgültige Schlussfolgerung zu IFRS 9

31.03.2017

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (Basel Committee on Banking Supervision, BCBS) hat eine Erklärung zur regulatorischen Interimsbehandlung von Bilanzierungsvorschriften und -standards angesichts der begrenzten Zeit vor dem Inkrafttreten von IFRS 9 'Finanzinstrumente' veröffentlicht.

In der Erklärung wird betont, dass der Ausschuss die Verwendung von Rechnungslegungsansätzen unterstützt, die auf erwarteten Kreditverlusten aufbauen. Er ist der Meinung, dass diese auf eine Art und Weise angewendet werden können, die zum einen zu einer früheren Erfassung von Kreditverlusten als unter einem Modell der eingetretenen Verluste führt und zum anderen einen Anreiz für Banken darstellt, solide Praxis in Bezug auf Kreditrisikomanagement anzuwenden. Dennoch hält der Ausschuss auch fest, dass die Umsetzung eines Modells der erwarteten Verluste mit großer Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf das regulatorische Eigenkapital und die qualitative und quantitative Vorsorgepraxis von Banken haben wird.

Vor dem Hintergrund der begrenzten Zeit bis zum verpflichtenden Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 9 (1. Januar 2018) hat sich der Ausschuss daher entschlossen, die gegenwärtige aufsichtliche Behandlung nach den Basel-Vorschriften für eine Interimsperiode beizubehalten. Währenddessen wird der Ausschuss die langfristige regulatorische Behandlung von Vorsorge ausführlich prüfen. In der Erklärung wird auch festgehalten, dass Rechtskreise Übergangsvorschriften erlassen können, um mögliche bedeutende negative Auswirkungen von einer Bilanzierung erwarteter Verluste auf das regulatorische Eigenkapital abzufedern.

Die englischsprachige Erklärung steht Ihnen auf der Internetseite der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zur Verfügung.

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SEC benennt neuen stellvertretenden Leiter der Abteilung Rechnungslegung

30.03.2017

Die US-amerikanische Wertpapier- und Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission, SEC) hat bekanntgegeben, dass Sagar S. Teotia neuer stellvertretender Leiter der Abteilung Rechnungslegung der SEC wird.

Zu den Aufgaben des stellvertretenden Leiters gehört die Leitung der Bilanzierungsgruppe, die in Bezug auf Rechnungslegungs- und Angabefragen Anleger- und sonstige Perspektiven einholt und den Kontakt zu börsennotierten Unternehmen, Prüfern und anderen Abteilungen der SEC aufrechterhält. Zu den Aufgaben von Teotia wird auch gehören, bei der Beaufsichtigung und BEobachtung von Standardsetzern wie bspw. dem FASB und dem IASB mitzuwirken.

Teotia folgt in dieser Funktion Wesley R. Bricker nach, der im November 2016 zum Nachfolger von James Schnurr, dem bisherigen Leiter der Abteilung Rechnungslegung der SEC, berufen wurde. Für seine neue Aufgabe gibt er seine bisherige Rolle als Partner bei Deloitte USA auf.

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der Presseerklärung auf der Internetseite der SEC.

IASB-Webcast Image

IASB-Podcast zu den aktuellen Erörterungen des IASB

30.03.2017

Der IASB hat einen Podcast freigegeben, in dem die Erörterungen bei seiner Sitzung im März 2017 vom IASB-Vorsitzenden Hans Hoogervorst und der stellvertretenden Vorsitzenden Sue Lloyd diskutiert werden.

Der Podcast enthält insbesondere Ausführungen zu den folgenden Themen:

  • allgemeinere Unternehmensberichterstattung,
  • primäre Abschlussbestandteile und
  • Finanzinstrumente mit Eigenschaften von Eigenkapital.

Zugang zum Podcast haben Sie über die Presseerklärung auf der Internetseite des IASB. Unseren Sitzungsmitschriften, die von Deloitte-Beobachtern bei der Märzsitzung des IASB aufgezeichnet wurden, finden Sie hier.

Bueroklammer Image

Der Kampf um prinzipienorientierte Angaben

30.03.2017

Der IASB hat sein lang erwartetes Diskussionspapier zu Angabeprinzipien veröffentlicht. Robert Bruce, der Kolumnist unserer englischsprachigen Mutterseite, widmet sich in seiner neuesten Kolumne dem Dilemma zwischen Prinzipienorientierung und Informationsvermittlung.

Er hält fest: "Es ist ein klassischer Teufelskreis. Schafft man einen Wust von Vorschriften, ist alles, was man bekommt, Abhakmentalität und Phrasendrescherei. Wenn man Vorschriften streicht, um Ermessensentscheidungen zu fördern, beklagen sich die Anleger, dass ihnen Informationen vorenthalten werden."

Zu seiner jüngsten Kolumne gelangen Sie hier.

IASB-Verlautbarung Image

IASB veröffentlicht Diskussionspapier zu Angabeprinzipien

30.03.2017

Der International Accounting Standards Board (IASB) hat heute ein umfassendes Diskussionspapier herausgegeben, in dem die vorläufigen Sichtweisen des Boards zu Angabeprinzipien enthalten sind, die in einem allgemeinen Angabenstandard oder nicht verbindlichen Leitlinien zu diesem Thema enthalten sein sollten. Stellungnahmen werden bis zum 2. Oktober 2017 erbeten.

Hintergrund

Für die Jahre 2017-2021 hat der IASB "Bessere Kommunikation" als sein Kernthema gewählt, und zusätzlich zu dem Projekt zu primären Abschlussbestandteilen und zur IFRS-Taxonomie umfasst dies auch die Angabeninitiative. Ein weiteres verwandtes Projekt ist das Projekt zum Rahmenkonzept. Tatsächlich ist es so, dass einige Konzepte und Finanzberichterstattungsthemen zwischen den Projekten dieser Gruppe öfter hin und her geschoben wurden.

Die Angabeninitiative selbst besteht aus verschiedenen Einzelprojekten:

  • Änderungen an IAS 1 zur Beseitigung (wahrgenommener) Hürden in Bezug auf das Ausüben von Ermessen und Änderungen an IAS 7 zur Verbesserung der Angabe von Schulden aus Finanzierungstätigkeit wurden bereits veröffentlicht.
  • Leitlinien zur Anwendung zur Wesentlichkeit wurde inzwischen in zwei Projekte aufgespalten. Ein endgültiges Leitliniendokument und ein Entwurf vorgeschlagener Änderungen an IAS 1 und IAS 8 werden im Juni 2017 erwartet.
  • Von den zwei Forschungsprojekten, die Teil der Angabeninitiative sind, steht das Projekt zu Angabeprinzipien hinter dem heute veröffentlichten Diskussionspapier, aber auch das Projekt zur Überprüfung bestehender Angabevorschriften ist zu einem gewissen Grad involviert, weil in Abschnitt 8 ein Ansatz vorgestellt wird, der im Rahmen dieses Projekts weiter untersucht werden könnte, und der Anhang zum Diskussionspapier zwei Beispiele enthält, wie bestehende Standards mit den im Diskussionspapier beschriebenen Angabeprinzipien überarbeitet werden können.

 

Das IASB-Projekt zu Angabeprinzipien

Die Zielsetzung hinter dem Projekt zu Angabeprinzipien ist, Erstellern zu helfen, ihre Informationen wirksamer zu kommunizieren, Angaben für Adressaten von Abschlüssen zu verbessern und dem Board dabei zu helfen, Angabevorschriften in Standards zu entwickeln. Da IAS 1 Darstellung des Abschlusses allgemeine Vorschriften für Angaben im Abschluss enthält, werden im Rahmen des Projekts die Vorschriften in IAS 1 als Ausgangspunkt genommen, um festzustellen, ob Teile von IAS 1 geändert werden können, um das Projektziel zu erreichen, oder ob eine neuer Angabestandard entwickelt werden sollte, mit dem Teile von IAS 1 ersetzt würden. Beide Optionen werden im Diskussionspapier unter dem Ausdruck "allgemeiner Angabestandard" subsumiert.

 

Zusammenfassung der wesentlichen Vorschläge

Aufbau. Das Diskussionspapier umfasst 110 Seiten und ist in acht Abschnitte unterteilt, die von einem Anhang begleitet werden. Ihm ist eine Executive Summary vorangestellt, in dem die Gründe hinter der Veröffentlichung des Diskussionspapiers, sein Anwendungsbereich, die wesentlichen Inhalte des Dokuments, die vorläufigen Sichtweisen des Boards, die verwendete Terminologie und die nächsten Schritte beschrieben werden. Das eigentliche Diskussionspapier ist wie folgt aufgebaut:

Abschnitt Thema
1 Überblick über das 'Angabenproblem' und Zielsetzung des Projekts
2 Prinzipien wirksamer Kommunikation
3 Wesen der einzelnen Abschlussbestandteile und des Anhangs
4 Ort der Angabe
5 Verwendung von Leistungskennzahlen im Abschluss
6 Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
7 Übergreifende Angabeziele
8 Ansatz des Stabs des neuseeländischen Standardsetzers New Zealand Accounting Standards Board (NZASB) in Bezug auf die Entwicklung von Angabevorschriften in den IFRS
Anhang Veranschaulichung der Anwendung der Methode B aus Abschnitt 7

Nachfolgend fassen wir die Kerninhalte der acht Abschnitte zusammen.

Abschnitt 1 (Überblick über das 'Angabenproblem' und Zielsetzung des Projekts). Der erste Abschnitt bietet Hintergrundinformationen zur Angabeninitiative und erörtert das "Angabenproblem", das die Notwendigkeit zeigt, Angabeprinzipien zu entwickeln. In diesem Abschnitt wird auch die Zielsetzung hinter dem Projekt näher ausgeführt und sein Zusammenwirken mit anderen Projekten des IAS erläutert.

Abschnitt 2 (Prinzipien wirksamer Kommunikation). Im Kern geht es in diesem Abschnitt um die Prinzipien, die nach Meinung des Boards bei der Abschlusserstellung anzuwenden sein sollen. Sieben Prinzipien werden identifiziert, die vom Prinzip, dass die zur Verfügung gestellten Informationen unternehmensspezifisch sein sollen, um leere Phrasen zu vermeiden, bis zum Prinzip reichen, dass die Informationen in einem Format zur Verfügung gestellt werden sollen, das dieser Art von Information gerecht wird. Sechs dieser Prinzipien waren ursprünglich im Diskussionspapier zum Rahmenkonzept von 2013 enthalten. Der Board ist allerdings zu dem Schluss gekommen, dass diese Prinzipien entweder in einem allgemeinen Angabenstandard oder in nicht verbindlichen Leitlinien zum Thema enthalten sein sollen, nicht im Rahmenkonzept. Neu ist das Prinzip zum Format, da beim Board Rückmeldungen eingegangen sind, dass eine wirksamere Nutzung von Formaten dazu beitragen kann, die Kommunikation von Informationen durch Unternehmen zu verbessern.

Abschnitt 3 (Wesen der einzelnen Abschlussbestandteile und des Anhangs). Dieser Abschnitt bietet eine Erörterung des Wesens der verschiedenen Abschlussbestandteile, da der Board die Rückmeldung erhalten hat, dass Informationen in den primären Abschlussbestandteilen häufiger genutzt und von Adressaten, Prüfern und Regulierern stärker hinterfragt werden. Unternehmen haben auch erklärt, dass sie es schwierig finden, zu entscheiden, welche Informationen in den primären Abschlussbestandteilen und nicht im Anhang ausgewiesen werden sollen, was nicht zuletzt daran liegt, dass in den IFRS die Ausdrücke 'ausweisen' und 'angeben' nicht einheitlich verwendet werden. Deshalb wird in diesem Abschnitt das Wesen der primären Abschlussbestandteile identifiziert und beschrieben, wobei die Zielsetzung von Abschlüssen aus dem Entwurf zum Rahmenkonzept von 2015 zugrunde gelegt wird. Daraus werden dann die sich aus diesem Wesen ergebenden Folgen abgeleitet. Das in diesem Abschnitt beschriebene Wesen des Anhangs und sein Inhalt basieren ebenfalls auf Vorschlägen aus dem Entwurf zum Rahmenkonzept. Des Weiteren ist der Board zu der Schlussfolgerung gelangt, dass er künftig jeweils auch den gewünschten Angabeort als 'in den primären Abschlussbestandteilen' oder 'im Anhang' angeben wird, wenn er die Ausdrücke 'ausweisen' und 'angeben' verwendet und dabei einen bestimmten Angabeort im Auge hat.

Abschnitt 4 (Ort der Angabe). Dieser Abschnitt ist der Zurverfügungstellung von Informationen, die notwendig sind, um die IFRS einzuhalten, außerhalb des Abschlusses und der Zurverfügungstellung von nicht den Vorschriften der IFRS entsprechenden Informationen innerhalb des Abschlusses gewidmet. Vorläufige Sichtweise des Boards ist es, dass ein allgemeiner Angabenstandard ein Prinzip enthalten sollte, dass ein Unternehmen Informationen, die zur Einhaltung der IFRS notwendig sind, außerhalb des Abschlusses zur Verfügung stellen kann, wenn diese Informationen im Jahresberichtenthalten sind und wenn dieser Angabeort den Jahresbericht als Ganzes verständlicher macht und klare Querverweise aufgenommen werden. In ähnlicher Weise ist der Board zu dem Schluss gekommen, dass in einem allgemeinen Angabenstandard nicht verboten werden sollte, nicht den Vorschriften der IFRS entsprechenden Informationen innerhalb des Abschlusses zur Verfügung zu stellen, solange diese Informationen klar als nicht den IFRS entsprechend gekennzeichnet werden und das Unternehmen erläutert, warum diese Informationen entscheidungsnützlich sind und aufgenommen wurden.

Abschnitt 5 (Verwendung von Leistungskennzahlen im Abschluss). Der fünfte Abschnitt gilt der getreuen Darstellung von Leistungskennzahlen im Abschluss. Die vorläufige Sichtweise des Boards ist, dass der Ausweis des EBITDA nach dem Gesamtkostenverfahren und der Ausweis des EBIT sowohl nach dem Gesamtkostenverfahren als auch nach dem Umsatzkostenverfahren im Einklang mit den IFRS stehen, wenn sie für das Verständnis des Abschlusses relevant sind. Der Board ist außerdem der Meinung, dass er Leitlinien in Bezug auf den Ausweis von außerordentlichen und ungewöhnlichen Posten entwickeln sollte. Der Board hält jedoch fest, dass beide Sachverhalte (EBITDA/EBIT und ungewöhnliche Posten) im Rahmend es IASB-Projekts zu primären Abschlussbestandteilen abgehandelt werden sollen. In Bezug auf die getreue Darstellung von Leistungskennzahlen hält der Board fest, dass diese Informationen mit gleicher oder geringerer Prominenz als die Ausweiszeilen im Abschluss gezeigt werden müssen, dass sie auf die am ehesten direkt vergleichbare IFRS-Kennzahl überzuleiten sind, dass ihre Relevanz und Begründung erläutert werden müssen, dass sie neutral, fehlerfrei und klar gekennzeichnet sein müssen, dass Vergleichsinformationen anzugeben sind, dass sie einheitliche klassifiziert, bewertet und ausgewiesen werden müssen sowie dass anzugeben ist, ob diese Kennzahlen geprüft wurden. Dies steht im Einklang mit den Leitlinien, die bereits von verschiedenen Wertpapieraufsichten und -regulierern erlassen wurden; jetzt sollen diese Vorschriften auch Eingang in die IFRS finden.

Abschnitt 6 (Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden). In diesem Abschnitt wirft der IASB einen näheren Blick darauf, wie Unternehmen Angaben zu ihren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden leisten sollten. Der Board ist vorläufig zu dem Schluss gekommen, dass in einem allgemeinen Angabenstandard Vorschriften dazu enthalten sein sollten, die Ziele hinter gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu erläutern. Es sollten die Kategorien von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben werden, die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden umfassen, die immer notwendig sind, um die Informationen im Abschluss zu verstehen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die sich auf Posten, Geschäftsvorfälle oder Ereignisse beziehen, die für den Abschluss wesentlich sind, und sonstige Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der Board ist außerdem zu dem Schluss gekommen, dass es Alternativen in Bezug auf den Ort der Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gibt, aber dass angenommen werden kann, dass Unternehmen Informationen über bedeutende Ermessensentscheidungen und Annahmen in direkter Nachbarschaft zu den zugehörigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Verfügung stellen.

Abschnitt 7 (Übergreifende Angabeziele). In diesem Abschnitt wird auf die Entwicklung eines Satzes von übergreifenden Angabezielen eingegangen, in denen die Zielsetzung von Abschlüssen und die Rolle der Angaben berücksichtigt wird. Solche übergreifenden Angabeziele könnten vom Board als Grundlage für die Entwicklung von Angabezielen und -vorschriften in den einzelnen Standards verwendet werden, die dann einheitlicher wären und in besserem Zusammenhang zur Gesamtzielsetzung von Abschlüssen ständen. Im Diskussionspapier werden zwei Methoden für die Entwicklung übergreifender Angabeziele identifiziert: Methode A würde vorsehen, den Schwerpunkt auf die unterschiedlichen Arten von Informationen zu legen, die in Bezug auf Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge und Aufwendungen eines Unternehmens zur Verfügung gestellt werden; bei Methode B würde der Schwerpunkt auf die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens gelegt. Der Anhang des Diskussionspapiers enthält zwei Beispiele, die zeigen, wie Methode B angewendet werden könnte, um Angabeziele und -vorschriften zu entwickeln. Im Diskussionspapier wird festgehalten, dass der Board sich bis jetzt keine vorläufigen Meinungen zu den beiden Methoden gebildet hat. Schließlich wird in diesem Abschnitt des Diskussionspapiers gefragt, ob die Stellungnehmenden der Meinung sind, dass der Board alle Angabeziele und-vorschriften in einem einzigen Standard (oder Satz von Standards) zu Angaben zusammenfassen sollte.

Abschnitt 8 (Ansatz des Stabs des neuseeländischen Standardsetzers New Zealand Accounting Standards Board (NZASB) in Bezug auf die Entwicklung von Angabevorschriften in den IFRS). Im achten Abschnitt wird ein Ansatz beschrieben, der vom Stab des NZASB für die Entwicklung von Angabezielen und -vorschriften in den IFRS entwickelt wurde. Die wesentlichen Merkmale des Ansatzes sind die folgenden: ein Gesamtangabeziel für jeden Standard mit Unterangabezielen für jede Art von geforderter Information, ein zweistufiger Ansatz, bei dem der Umfang der zur Verfügung gestellten Informationen von der relativen Bedeutung eines Posten oder eines Geschäftsmodells für die Berichtseinheit abhängt, größere Betonung der Notwendigkeit, Ermessen auszuüben sowie weniger vorschreibende Formulierungen in den Angabevorschriften. Im Diskussionspapier wird festgehalten, dass der Board sich bis jetzt noch keine Meinung zu diesem Ansatz gebildet hat, aber dass er dennoch Rückmeldungen begrüßen würde, da dieser Ansatz im Projekt zur Überprüfung bestehender Angabevorschriften verwendet werden könnte.

Der IASB räumt den Adressaten für die Durcharbeitung und Meinungsübermittlung einen Zeitraum von sechs Monaten ein, so dass Stellungnahmen bis zum 2. Oktober 2017 erbeten werden.

 

Weiterführende Informationen

 

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