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IIRC veröffentlicht weiteres Hintergrundpapier zum Geschäftsmodell

  • IIRC Image

27.03.2013

Der internationale Ausschuss für integrierte Berichterstattung (International Integrated Reporting Committee, IIRC) hat auf seiner Internetseite ein weiteres 'Hintergrundpapier' im Vorfeld der Veröffentlichung des Konsultationsentwurfs des IIRC-Rahmenkonzepts für die integrierte Berichterstattung herausgegeben, das Mitte April 2013 erwartet wird. In diesem neuesten Hintergrundpapier wird das Konzept des Geschäftsmodells erörtert; es ergänzt die Papiere zu Kapitalien und Wesentlichkeit, die Mitte dieses Monats veröffentlicht wurden.

Wie auch die früheren Papiere wurde dieses Hintergrundpapier von den Gruppen für die fachliche Zusammenarbeit (Technical Collaboration Groups, TCG) des IIRC erarbeitet und gibt nicht notwendigerweise die Sichtweisen des IIRC oder der Organisationen wieder, die Mitglieder in die TCG entsendet haben.

In dem Papier wird versucht, die gegenwärtigen unterschiedlichen Ansätze in Bezug auf die Berichterstattung anhand des Geschäftsmodells zu analysieren und miteinander in Einklang zu bringen. Ziel ist es, zu einer gemeinsamen, weithin anerkannten Definition des Geschäftsmodells innerhalb der integrierten Berichterstattung zu gelangen. Zu diesem Zweck wird in dem Papier vorgeschlagen, das Geschäftsmodell wie folgt zu definieren: "Das vom Unternehmen gewählte System von Produktionsmitteln, Geschäftstätigkeit, Produktion und Ergebnissen, mit dem auf kurz-, mittel- und langfristige Sicht Werte geschaffen werden sollen."

Die vorgeschlagene Definition baut auf dem Konzept des Geschäftsmodells aus dem IIRC-Diskussionspapier vom September 2011 und dem Prototypen des Rahmenkonzepts vom November 2012 auf. Es wird weiter betont, dass die Berichterstattung anhand der Geschäftsmodells grundlegend für das Verständnis der Investoren des Unternehmens, seiner Strategie, Führung, Leistung und Aussichten ist. Es wird außerdem versucht, auf Bedenken der Anwender in Bezug auf das bessere Verständnis der inneren Beziehung des Geschäftsmodells und der verschiedenen Arten von Kapital (Finanzkapital, produziertes Kapital, geistiges Kapital, Humankapital, Sozial- und Beziehungskapital und natürliches Kapital) einzugehen.

Im Papier findet sich auch eine Literaturrecherche in Bezug auf das Konzept des Geschäftsmodells, die Beiträge aus Praxis und Wissenschaft und Internetquellen wie beispielsweise Internetseiten und Blogs abdeckt. Es wird auch darauf hingewiesen, dass das Konzept des Geschäftsmodells zunehmend in Rechnungslegungsstandards Verwendung findet:

Der Ausdruck hat auch Aufmerksamkeit in der Berichterstattung wegen seiner Verknüpfung mit Rechnungslegungsstandards und der Vorbereitung der Finanzberichterstattung erweckt. Das Denken anhand des Geschäftsmodells bietet ein interessantes Paradigma für die Entwicklung von Standards für die Finanzberichterstattung. So führt beispielsweise  der Ansatz über das Geschäftsmodell bei der Bilanzierung von Finanzinstrumenten dazu, dass eine Schuldverschreibung zum Marktwert zu bewerten ist, wenn sie zu Handelszwecken gehalten wird, aber dass sie zu historischen Anschaffungskosten bewertet wird, wenn die Absicht besteht, sie bis zur Fälligkeit zu halten.

In der Erörterung wiederkehrender Themen im Papier wird die Bedeutung von verschiedenen Aspekten des Geschäftsmodells einschließlich des Zusammenhangs zwischen dem Geschäftsmodells eines Unternehmens und seiner finanziellen Leistung, des Bestehens von Produktionsmitteln, Maßnahmen und Geschäftsaktivitäten und den Ergebnissen oder Auswirkungen für Kunden und andere Interessenten festgehalten. Die vorgeschlagene Definition eines Geschäftsmodells in diesem Papier beinhaltet diese Konzepte. Dabei wird zwischen 'Produktion' (Produkte und Dienstleistungen) und 'Ergebnissen' (Interne und externe Ergebnisse wie beispielsweise Umweltauswirkungen) unterschieden, um eine umfassendere Sicht des Geschäftsmodells zu bieten und einen Zusammenhang zu den Kapitalien herzustellen. Die Aufnahme von Ergebnissen in die Definition des Geschäftsmodells stellt eine Ergänzung der Definition aus dem Diskussionspapier und dem Prototypen dar und verstärkt die Verbindung zu den kurz- und langfristigen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens zu den Kapitalien.

In dem Papier findet sich die Schlussfolgerung, dass die Berichterstattung anhand des Geschäftsmodells ein integraler Bestandteil der integrierten Berichterstattung eines Unternehmens ist und dass die geleisteten Angaben das Verständnis der organisatorischen Aspekte eines Unternehmens erleichtern sollten. Dazu werden die folgenden Fragen gestellt:

  • Was sind die Auswirkungen der wichtigsten externen Faktoren auf das Unternehmen?
  • Was unternimmt das Unternehmen, um Werte für Kunden und andere Interessengruppen zu schaffen und somit den Kapitalgebern?
  • Was sind die vom Unternehmen gewünschten Ergebnisse?
  • In welcher Hinsicht verlässt sich das Unternehmen auf Kapitalien?
  • Was ist die Position des Unternehmens in der Wertschöpfungskette und den Märkten, in denen es tätig ist?

Das gesamte Hintergrundpapier in englischer Sprache finden Sie auf der Internetseite des IIRC. Der internationale Wirtschaftsprüferverband (International Federation of Accountants, IFAC) war eine der Organisationen, die bei der Erarbeitung der Hintergrundpapiers mitgewirkt haben, und hat eine englischsprachige Presseerklärung zur Veröffentlichung des Hintergrundpapiers auf seiner Internetseite zur Verfügung gestellt.

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