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UNCTAD-Bericht zur Entwicklung von Personalkapazitäten im Zusammenhang mit Rechnungslegung und Unternehmensberichterstattung

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23.05.2014

Die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (United Nations Conference on Trade and Development, UNCTAD) hat einen Bericht 'Internationale Rechnungslegungs- und Berichterstattungsthemen - 2013' herausgegeben. Der Bericht bietet einen Überblick über Trends, jüngste Entwicklungen und Herausforderungen sowie länderbezogene Fallstudien in Bezug auf die Entwicklung von Personalkapazitäten in den Bereichen Rechnungslegung und Unternehmensberichterstattung.

Der Bericht ist das Ergebnis von Papieren und Vorträgen, die bei der 30. Sitzung der zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe der Experten zu internationalen Bilanzierung- und Berichtsstandards (Intergovernmental Working Group of Experts on International Standards of Accounting and Reporting, ISAR) der UNCTAD erörtert wurden, die vom 6. bis 8. November 2013 in Genf stattfand. Bei dieser Sitzung war es unter anderem um die Herausforderungen bei der Entwicklung der Personalkapazitäten gegangen, die sich aus hochwertiger Unternehmensberichterstattung ergeben. Die Ergebnisse der Diskussionen von der Sitzung werden im Bericht um Ergebnisse aus Fallstudien ergänzt, die in Chile, Dänemark, Malaysia, Russland und Tansania durchgeführt wurden.

Im Bericht wird der Nutzen global anerkannter Unternehmensberichterstattungsstandards wie beispielsweise International Financial Reporting Standards (IFRS), internationale Prüfungsstandards (International Standards on Auditing, ISA) und diverser Leitlinien zur Berichterstattung in Bezug auf Umwelt, Sozialverantwortung und Corporate Governance ('G4', ISAR-Leitlinien) den Herausforderungen in Bezug auf Personalentwicklung gegenübergestellt, die sich aus der Umsetzung der Leitlinien ergeben. Dazu heißt es im Bericht:

Es gibt eine Reihe von Herausforderungen in Bezug auf personelle Kapazitäten, denen sich Länder gegenübersehen, wenn sie Standards und Leitlinien in Bezug auf die Unternehmensberichterstattung umsetzen, die auf globaler Ebene entwickelt wurden. Diese Herausforderungen treten in variierendem Ausmaß in allen Ländern ohne Berücksichtigung des Grads ihrer wirtschaftlichen Entwicklung auf. Die Neuausrichtung ihres bestehenden nationalen Ausbildungssystems zur Aufnahme international entwickelter Standards und Leitlinien kann eine beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen - in einigen Fällen eine ganze Generation. Der Übergang auf einen neues Konzept für die Rechnungslegung ist eine Herausforderung, und eine kritische Komponente der Bewältigung eines solchen Übergangs ist die Entwicklung erforderlicher Kompetenzen im Hinblick auf die Umsetzung globaler Standards. Daher erfordert die nachhaltige Entwicklung von Personalkapazitäten für die Unternehmensberichterstattung regulatorische und institutionelle Unterstützung sowie verlässliche Finanzierungsquellen.

Im Bericht sind viele Anmerkungen und Empfehlungen rund um das Thema der Entwicklung von Personalkapazitäten enthalten. Dazu gehören die folgenden:

  • Der Nutzen globaler Standards für die Unternehmensberichterstattung kann nur realisiert werden, wenn diese sachgerecht umgesetzt werden. Dies wiederum hängt davon ab, dass ausreichend Personalkapazitäten  mit entsprechender Aus- und Weiterbildung und einschlägigen Erfahrungen vorhanden ist.
  • Es gibt einen zunehmenden Bedarf an Harmonisierung von international akzeptierten Qualifikationen für Rechnungsleger und Prüfer. Dies wäre beispielsweise durch die internationalen Aus- und Weiterbildungsstandards (International Education Standards, IES) des IAESB und durch Programme wie die Aus- und Weiterbildungsinitiative der IFRS-Stiftung und verschiedene Regionalprogramme möglich.
  • Die Entwicklung von berufsständischen Rechnungslegungsorganisationen, die ihre Kapazitäten voll ausnutzen, ist unabdingbar für die Ausbildung qualifizierter berufsständischer Rechnungsleger. Probleme in diesem Zusammenhang könnten Kapazitätslücken und Mangel an Rechnungslegern, eine übermäßige Anzahl von berufsständischen Vereinigungen in einigen Ländern, regulatorische Hürden und die Notwendigkeit, Ausbildungsprogramme vor dem Hintergrund schneller und fortwährender Änderungen in internationalen Standards beständig zu aktualisieren, sein. Regionale Zusammenarbeit wird als eine mögliche Antwort auf diese Probleme gesehen.
  • Hochwertige Ausbildung hängt von Kursen ab, die von qualifizierten Ausbildern geleitet werden, da das Ausbildungsmaterial zunehmend komplex wird, die Zahl der Auszubildenden zunimmt, es sprachliche Hürden gibt und viele internationale Leitlinien nur in englischer Sprache vorliegen, in einigen Ländern die Gruppe der Wissenschaftler überaltert und es einen Mangel an Koordination und Harmonisierung von Ausbildungsplänen gibt.
  • Die Herausforderungen sind im öffentlichen Sektor oft größer als im Privatsektor, da oft die einschlägigen Bestimmungen für Mitglieder des internationalen Wirtschaftsprüferverbands (International Federation of Accountants, IFAC) nur zu einem geringen Grad eingehalten werden und weltweit wenig Akzeptanz der Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor (International Public Sector Accounting Standards, IPSAS) zu finden ist. Außerdem ist der Mangel an berufsständischen Rechnungslegern größer.
  • Aus den Fallstudien lassen sich verschiedene Hinweise darauf ableiten, dass die Bemühungen hinsichtlich einer vollständigen Konvergenz mit den IFRS durch eine nicht ausreichende Kenntnis der internationalen Standards und Schwierigkeiten bei der Anpassung des nationalen Rechnungslegungssystems an internationale Standards behindert werden. Sprachliche Hürden und die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit Universitäten hinsichtlich der Aufnahme von internationalen Rechnungslegungsaspekten in die Lehrpläne wurden ebenfalls deutlich.

Der vollständige Bericht in englischer Sprache steht Ihnen auf der Internetseite der UNCTAD zur Verfügung.

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